Langer Schatten in den Tälern

Die dunkelste Zeit des Jahres naht. Die Glühbirnen und LED-Lampen machen jetzt Überstunden.

Ohne künstliches Licht geht es zu dieser Jahreszeit weder beim Aufstehen in der Früh noch beim Heimkommen am Abend. Die Tageslänge steuert mit Riesenschritten auf ihr Jahresminimum hin. Bis zur Wintersonnenwende am 22. Dezember wird die Nacht in Salzburg noch um 29 Minuten länger, der Sonnenuntergang verfrüht sich aber nur noch um 5 Minuten. Rein theoretisch sind im Land Salzburg in der dunkelsten Zeit des Jahres knapp 8,5 Stunden Sonnenschein pro Tag möglich.

Wie gesagt, in der Theorie – die Praxis sieht aber anders aus. Denn nicht nur das Wetter macht der Sonne oft einen Strich durch die Rechnung, sondern auch die Umgebung: Das kann die störende Fichte in Nachbars Garten ebenso sein wie umliegende Berg- und Hügelketten. In den Salzburger Gebirgsgauen ist diese sogenannte Horizontüberhöhung besonders stark zu spüren. Dort blocken Berge die tiefstehende Sonne rasch ab, auch in der Nähe des Untersbergs ist dieses Phänomen gefürchtet.

Im Pinzgauer Salzachtal bekommt man aufgrund der Abschattung der Berge südlich der Talachse aktuell nur rund ein bis zwei Stunden pro Tag ab, nördlich der Talachse gehen sich hingegen bei wolkenlosem Himmel bis zu sieben Sonnenstunden aus.

Beim Thema Tageslänge geht es nicht nur um Komfort und Wohlbehagen – Sonnenlicht ist lebensnotwendig: Es ist maßgeblich an der Bildung von Vitamin D beteiligt und trägt zur Ausschüttung der stimmungsaufhellenden „Glückshormone“ bei. Auch in der dunklen Jahreszeit sollte man daher täglich mindestens 30 Minuten Sonnenschein tanken.

Das Wetter in dieser Woche

Das ruhige Spätherbstwetter mit viel Sonnenschein, aber auch Nebel in den Tälern geht zu Ende. Ab der Wochenmitte unbeständige und teils feuchte Bedingungen.

Aktivitätstipp

Auch wenn es in den Niederungen großteils zu mild für eine winterliche Postkartenidylle bleibt, kann man am Wochenende vielerorts mit dem Besuch eines Christkindlmarkts in den Advent starten.