Advent als Anlass zur Mäßigung

Das große Völlern tut weder Mensch noch Tier gut.

Die Christkindlmärkte haben eröffnet, der Advent ist eingeläutet: Das große Kekserlbacken beginnt. Da kann’s schon passieren, dass man vor Freude übers Ziel hinausschießt. Wer soll das Backwerk letztlich essen, fragt man sich. Die Freunde wehren ab, sie haben selbst genug. Man will ja nicht „auseinandergehen“ wie eine Weihnachtsgans. Bleibt früher oder später nur der Weg zum Müll.

Nahrungsmittel wegwerfen tut in der Seele weh. Drastisch wird es beim Festtagsbraten. Was an Fleisch und Wurst im Müll landet, war einmal – auch wenn man es verdrängt – ein Tier. Zählt man die Tonnen an weggeworfenen Fleisch zusammen, sind massenhaft Tiere sinnlos gestorben.

Der Tierschutzverein RespekTiere deckt immer wieder Missstände in Ställen auf, zuletzt in Eugendorf. Beliefert werden auch Unternehmen mit Gütesiegel. Da ist die Politik gefordert. Kann der Konsument gar nichts tun? Doch. Er kann mit maßvollem Einkauf dafür sorgen, dass möglichst wenig „Tier“ im Müll landet. Das wäre zumindest schon ein Anfang.

Von Petra Suchanek