Noch immer Herbst und nicht Winter

Die Wintersportler können es kaum noch erwarten – der Fokus richtet sich jetzt von Tag zu Tag mehr auf den ersten Schnee.

Dabei übersieht man gern, dass der November eigentlich noch ein lupenreiner Herbstmonat ist. Und im Herbst ist die Spannbreite bekanntlich groß, bei Werten zwischen –25° im Jahr 1975 und +25° im Jahr 1997 ist im November die Wahl zwischen Winterjacke und T-Shirt nicht immer leicht.

Allerdings: Schnee in den tiefen Lagen Salzburgs ist zu dieser Jahreszeit genau so selten wie Badewetter im Mai. Anders schaut es im Hochgebirge aus, die Beobachter am Sonnblick-Observatorium auf 3106 m Seehöhe rutschen oft schon im Oktober vom Spätsommer in den Winter. Auch milde Föhnphasen können den Aufbau der Schneedecke hier nicht mehr verhindern. Die Seehöhe ist der entscheidende Faktor, wann im langjährigen Durchschnitt mit dem ersten Schnee der Saison zu rechnen ist und wie lange sich eine Schneedecke hält.

In einem stark gegliederten Land wie Salzburg werden hier große Unterschiede in der Klimastatistik sichtbar: Über das gesamte Jahr fallen in den tiefsten Regionen im Mittel 15%, in 1500 m rund 40% und in 2000 m etwa 55% der Niederschläge in Form von Schnee. In der Stadt Salzburg wird es normalerweise in der letzten Novemberwoche zum ersten Mal weiß. In Abtenau, Zell am See und Lofer bleibt meist schon Mitte November zum ersten Mal Schnee auf den Wiesen liegen. Und gar schon rund um Allerheiligen schneit es das erste Mal im Lungau, in Bad Gastein und Saalbach. Eine länger andauernde Schneedecke bildet sich aber in allen Regionen meist erst ein Monat später.

Das Wetter in dieser Woche

Nach dem feuchten Wochenstart stellt sich in der zweiten Wochenhälfte trockeneres Spätherbstwetter ein. Die Temperaturen passen gut zur Jahreszeit, Frost bleibt die Ausnahme.

Aktivitätstipp

Freundlichere Tage können bis ins Mittelgebirge hinauf noch für Wanderungen genutzt werden. Wer’s jetzt schon zu kalt hat, könnte in einer Therme Wärme für den kommenden Winter tanken.