Der Herbst als Zeit der Gegensätze

. . . und was das mit Stürmen zu tun hat. Es stehen uns wohl stürmische Zeiten bevor.

Der Herbst hat es als Jahreszeit nicht leicht: Da er auf den von vielen so heiß geliebten Sommer folgt, ist die Wehmut meist groß, wenn es endlich so richtig zu „herbsteln“ beginnt. Dabei hat diese Jahreszeit so viel mehr zu bieten als Nebeltage und Laubverfärbung. Ganz wie es sich für eine Übergangsjahreszeit gehört, ist der Herbst auch eine Zeit der Gegensätze. Vor allem letzte Woche wurde das anhand der Temperaturen deutlich: In der Früh bitterkalt, inneralpin auch teils schon leicht frostig, tagsüber dann aber zumindest in der Sonne bei windstillen Verhältnissen auch wieder sommerlich warm.

Diese Temperaturgegensätze sind im Herbst aber nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich sehr ausgeprägt. Mit dem sinkenden Sonnenstand kühlen die Land- und Luftmassen in den nordischen Ländern viel rascher, als weiter im Süden. Während das Mittelmeer noch angenehme Wassertemperaturen von über 20 Grad aufweist, liegen die Höchsttemperaturen im finnischen Rovaniemi schon nur noch im einstelligen Bereich. Durch diese markanten Unterschiede bildet bzw. verschärft sich allmählich eine kräftige Luftmassengrenze, die sogenannte Polarfront.

Da Wind ja nichts anderes als eine Ausgleichsströmung ist, ist es nur logisch, dass entlang dieser Luftmassengrenze der Wind umso stärker bläst, je stärker der Temperaturgegensatz ist. Mit Hilfe der Polarfront (und auch der Coriolis-Kraft) bilden sich dann eben im Herbst besonders kräftige Sturmtiefs. Es stehen uns also wahrscheinlich stürmische Zeiten bevor.

Das Wetter in dieser Woche

Wechselhaft und unbeständig gestaltet sich das Herbstwetter in dieser Woche.

Aktivitätstipp:

Das Wetter bietet sich für Thermen- und Saunabesuche an. Vor allem Letzteres stärkt das Immunsystem, was gerade derzeit sicher keine schlechte Idee ist.