Slacklinen: Balanceakt im Grünen

Zwei Bäume und ein Spanngurt: Wo man in Salzburg slacklinen kann und wie Beginnern die ersten Schritte gelingen.

Die Arme kreisen durch die Luft wie Propeller. Der erste Versuch auf die Slackline zu steigen schlägt fehl. Noch einmal. Und ein weiteres Mal. Irgendwann gelingen die ersten Schritte. Doch die Beine zittern zu stark, um lange das Gleichgewicht zu halten.
Das Positive: Zum Slacklinen braucht es nicht viel. Ist der Gurt zwischen zwei Bäume oder Pfosten gespannt, kann es losgehen. Doch welche Orte eignen sich in Salzburg dafür? Und wie gelingen Anfängern die ersten Schritte?

Jeden Donnerstag trifft sich der Slacklineverein im Hans-Donnenberg-Park. Interessierte sind jederzeit willkommen. Bild: Christoph Koller

Sarah Kürsten ist Obfrau des Slacklinevereins Salzburg. Die 29-Jährige balanciert seit ihrer Studienzeit in Innsbruck auf Slacklines. „Neben meiner Wohnung war ein Slackline-Park. Ich wollte das damals unbedingt ausprobieren.“ Seitdem ist sie dabeigeblieben. „Für mich ist Slacklinen das, was für andere Yoga ist. Ich kann den Kopf ausschalten und mich fokussieren.“
Jeden Donnerstag laden die Vereinsmitglieder in den Hans-Donnenberg-Park im Stadtteil Riedenburg ein. Anfängern werden kurze Slacklines aufgebaut, auf welchen sie die ersten Schritte lernen können. „Fortgeschrittene üben meist auf längeren Slacklines“, erklärt der Vereinskassier Christoph Koller.

Offenes Training im Hans-Donnenberg-Park

Welche Orte sich ebenfalls in Salzburg zum Slacklinen eignen: der Volksgarten und das Glanspitz-Areal. „Das Gartenamt hat uns dort vorgegeben, an welchen Bäumen die Gurte befestigt werden dürfen. Zudem verwenden wir immer Baumschoner“, sagt Koller. Der Slacklinepark in Rif eigne sich ebenfalls für Anfänger, da dort bereits Lines gespannt sind. Je nach Material federn die Gurte unter der Last des Slackliners. Das geht soweit, dass darauf wie auf einem Trampolin gehüpft werden kann. „Tricks mache ich jedoch nicht gerne“, sagt Koller. „Besser gefällt mit das Highlinern.“ Dabei wird die Slackline zwischen Felsen oder über eine Schlucht, wie der Strubklamm, gespannt. Die Slackliner sind in diesem Fall gesichert.

Slacklinen über die Strubklamm. Bild: Slackline Salzburg

Die Sportart entwickelte sich laut des österreichischen Slacklineverbandes Anfang der 1980er Jahre aus einer Freizeitbeschäftigung der Kletterer im Yosemite-Nationalpark. Den Slacklineverband in Salzburg gibt es seit vier Jahren. „Wir wollen die Sportart bekannter machen“, sagt Kürsten. Ihr Tipp für Anfänger: „In die Knie gehen und Oberkörper aufrecht halten.“ Nach einigen Versuchen schafft es auch die Redakteurin das Gleichgewicht zu halten. Drei bis vier Meter sind auf dem schmalen Gurt zurückgelegt. Das reicht gerade so, um ein Beweisfoto zu machen.

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