Klimaschutz von Dorf zu Dorf

Der erste Lösungskongress am 14. September im Salzburger Messezentrum bündelt Umweltideen, die Dörfern guttun.

„Wege werden sich finden, um Neues zu begründen.“ So heißt es im Lied „Bewusst gemeinsam leben“ der Seehamer Kräuterhexe Monika Rosenstatter. Sie hat es als Eröffnungslied für den ersten Lösungskongress geschrieben. Die öffentliche Veranstaltung geht am 14. September im Salzburger Messezentrum über die Bühne.

An diesem Tag dreht sich alles darum, gemeinsam neue Wege zu finden. Und zwar in eine Zukunft mit gestärkten Regionen, in der Gemeinden klimafreundlich umrüsten – und davon profitieren. „Wir bringen Menschen mit Visionen zusammen, die zeigen, wie Klimaschutz geht und was man selber davon hat“, sagen die Initiatoren Georg Dygruber und Karl Forcher aus St. Johann. Sie wollen möglichst viele Menschen davon überzeugen, dass gemeinsames Tun jetzt notwendig ist. „Geredet wurde eh schon genug. Wir müssen vorhandene Lösungsansätze bündeln“, so Dygruber beim Pressegespräch.

„Geredet wurde genug. Jetzt geht es ums Tun.“ Georg Dygruber

Ein Schulterschluss von Politik, Gemeinden, Unternehmen und Gesellschaft sei nötig, meinte dabei Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens. Immerhin gehe es jetzt darum, die Klimakrise nicht zur Klimakatastrophe werden zu lassen. „Wir müssen der Bundespolitik sagen, was wir wollen“, meinte Günther Mitterer, Bürgermeister von St. Johann und Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes.

Anregungen für konkrete Projekte können sich Gemeinden, aber auch Unternehmer und Einzelpersonen am 14. September aus erster Hand holen.
Im Messezentrum wird auf 5.800 Quadratmetern ein ganzes Dorf aus Holzhütten aufgebaut. Diese „lebenwerte Gemeinde der Zukunft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt aus 23 österreichischen Gemeinden. Zu sehen sind erprobte Lösungsbeispiele von Personen und Unternehmen aus den Bereichen Natur und Ressourcen, Kultur und Bildung, Land und Wirtschaft, Mobilität und Infrastruktur sowie „Gesundheit und Wohlbefinden“.

Gemeinsam ist den Beispielen ihr wirtschaftlicher Erfolg. Da ist der Photovoltaik-Hersteller Fro-nius aus Oberösterreich, der mittlerweile international 4500 Mitarbeiter beschäftigt. Oder der steirische Öko-Hotelier Ernst Schrempf, auf dessen Drängen hin seine Heimatgemeinde Michaelerberg-Pruggern im Juni 2018 den „Klimanotstand“ ausgerufen hat. „Noch vor ein paar Jahren galt ich als Spinner“, schilderte Schrempf. Seit er sein 1000 Jahre altes Schlosshotel energieeffizient und nahezu emissionsfrei betreibt, ist er schuldenfrei. Das grüne Image zieht obendrein die Gäste wie ein Magnet an. „Der muss was richtig gemacht haben“, bringt es Georg Dygruber auf den Punkt.

Mutmachen und sich vernetzen ist daher die Devise des Lösungskongresses. Die Idee kommt schon im Vorfeld an. Bedeutende österreichische Unternehmen sowie Leitfiguren aus Umweltschutz, Kultur und Wissenschaft wirken an dem Projekt mit.

Kontakt und Tickets auf www.bewusst-gemeinsam-leben.at

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