Zauberhafte Blumeninsel im Atlantik

Madeira hat schon Sisi begeistert. Knapp ein halbes Jahr verweilte die Monarchin nahe der Inselhauptstadt Funchal. 

Als die österreichische Kaiserin Elisabeth einst an der Lunge erkrankte, empfohlen ihr die Ärzte einen Kuraufenthalt auf Madeira. Bei ihren Wanderungen genoss sie – ebenso wie Urlauber heute – den Anblick der Pflanzen und deren betörenden Duft.

Auf den fruchtbaren Vulkanböden gedeihen die unterschiedlichsten Pflanzen. Bild: Pixabay

Madeira liegt ca. 1000 Kilometer südwestlich von Lissabon im Atlantischen Ozean und gehört zu Portugal. Mit ihrem milden, subtropischen Klima ist die Insel in der bei uns kalten Jahreszeit ein ideales Reiseziel. Speziell Naturliebhaber und Abenteurer kommen hier auf ihre Kosten.

Man kann vom Schiff ausWale und Delfine beobachten oder von der Seilbahn zwischen „Botanischen Garten“ und der Bergstation „Monte“ den Ausblick über das Tal „Vale da Ribeira de João Gomes“ genießen, bei einem geführten Rundgang durch Funchal interessante Details zur Historie der Stadt erfahren oder sich am Bauernmarkt mit regionalen Produkten eindecken. Wer will, lässt sich im „Tukxi“ – ähnlich den „Tuk Tuks“, nur leiser, da batteriebetrieben – durch die engen Gassen kutschieren.

Dank der hohen Berge kann man auf Madeira auch wunderbar wandern. Für den Weg vom Pico Arieiro (1818 m) auf den mit 1862 Metern höchsten Gipfel
„Pico Ruivo“ braucht es geeignetes Schuhwerk. Das Gebirge besteht hauptsächlich aus Vulkangestein und ist durchzogen von Adern aus Lava, auf denen exotische Pflanzen blühen.

São Vicente, ein idyllisches Dorf an der Nordküste der Insel ist für seine Vulkangrotten bekannt, bietet aber auch ideale Bedingungen für Surfer. Von hier stammt der bekannte Likörwein Madeira. In Porto Moniz befinden sich die berühmten „Piscinas Naturais“ – zu deutsch „natürliche Schwimmbäder“. Sie werden durch Felserhebungen und betonierte Zwischenflächen im Meer gebildet und bieten mit ganzjährig 20 bis 21 Grad Wassertemperatur für den Atlantik direkt angenehme Bedingungen.

Wer sich weiter in Sisis Zeiten hineinträumen will, sollte das Korbflechterdorf „Camacha“ besuchen. Auch sie hat den Bewohnern schon dabei zugeschaut, wie sie aus den Ruten kleiner Korbweiden Möbel und andere Gegenstände flochten. Auch heute tun sie dies noch, zum Teil in einer Schauwerkstatt am örtlichen Hauptplatz. Die Produkte werden anschließend am Korbmarkt zum Verkauf angeboten.

Von Michaela Pircher

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