Die Anfahrt für Reisebusse ist zu billig

50 Euro für einen Bus mit Tagestouristen ist zu wenig

Ob London, New York, Paris oder Salzburg – Städtetrips sind der neue kleine Luxus eines globalisierten Tourismus.  Und überall gleichen sich die Bilder: Menschenmassen  schieben sich entlang bestimmter Routen, hin zu den  feststehenden Zielen. Wenn dann auch noch Gruppen sich robust den Weg bahnen, steigen die Aggressionen.
Es ist keine Bösartigkeit oder „Fremdenfeindlichkeit“, wenn die Einheimischen gegen diese Entwicklung rebellieren. Tatsächlich ist es eine schwierige Aufgabe für die Politik, Abhilfen zu schaffen, die beiden Seiten gerecht werden. In Venedig versucht man es mit skurriler Abschreckung. Einmal kündigt die Stadtverwaltung an, durch bewaffnete Polizisten den Markusplatz im Karneval sperren zu lassen. Ein Bluff. Dann stellt man zwei Drehkreuzanlagen auf, die irgendwo stehen, nur nicht an den Hotspots. Ein erster Weg für Salzburg wäre wohl, die Gebühren für die Reisebusse spürbar über 50 Euro anzuheben. Wenn dazu ein Gesetz zu ändern ist, wird das wohl machbar sein.