Verbote sind wichtig. Aber Einsicht ist wichtiger

Zufall? Nein. Das „Fenster“ gab wieder einmal ein Thema vor: „Tschickstummel“-Ärger.

„Cheek To Cheek  (Wange an Wange)“ –  der schöne Evergreen von Fred Astaire klingt in unseren Breiten anders. Härter. Und zwar ungefähr so: Tschick auf Tschick.
Ja, sie liegen überall. Am Straßenrand, in Wiesen, auf den Bergen. Zigarettenstummel sind global das häufigste Abfallprodukt. Zwei Drittel landen auf dem Boden. Laut Weltgesundheitsbehörde ist pro Jahr von 680.000 Tonnen (!) auszugehen. Zusätzliches Problem: Filter bestehen aus Cellulose-Acetat. Das ist ein Kunststoff. Die Zersetzung dauert 15 Jahre. Im Meer sogar noch um einiges länger. Und: Zigarettenfilter sind  (noch) nicht wiederverwertbar.
Das „Fenster“ hat diese Zustände, die es auch in Salzburg gibt, zum Thema gemacht. Folge: Viele positive Leserreaktionen. Auch die Politik reagierte. Von einer Unterschriftenaktion ist nun die Rede. Diese Initiative richtet sich gegen das Wegwerfen von „Tschickstummeln“ auf Kinderspielplätzen. Das ist absolut zu begrüßen. Viel begrüßenswerter freilich wäre Einsicht.
Und zwar: Dort, wo Kinder sind, erst gar nicht zu rauchen. Denn ein gutes Vorbild zu sein hat noch niemandem geschadet.