Soweit das Auge reicht?

Der Blick aus dem Fenster ist nicht genug. Aus dem Alltag eines Meteorologen: Von Regenradar, Blitzortung und anderen Vorhersagetechniken.

Die Zeit, als sich Meteorologen mit einem Blick aus dem Fenster einen Überblick verschaffen mussten, ist schon sehr lange vorbei. Heutzutage sind sogenannte Fernerkundungsmaßnahmen, wie etwa Satelliten, Niederschlagsradare oder Blitzortungssysteme, aus unserem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Speziell jetzt in der Gewittersaison ist insbesondere das Regenradar eines der wichtigsten Vorhersageinstrumente für das Wetter der nächsten Stunden.

Das Funktionsprinzip ist schnell erklärt: Das Radar sendet gepulste, elektromagnetische Strahlen aus. Die Wellenlänge ist so klug gewählt, dass genau Regentropfen, Schneeflocken und Hagelkörner diese Strahlung zurückwerfen. Die Stärke des reflektierten Signals lässt auf die Niederschlagsintensität schließen, auch eine grobe Unterscheidung zwischen Regen und Hagel kann teils gemacht werden. Die Laufzeit des Signals erlaubt außerdem Rückschlüsse auf die genaue Position des Regengebiets.

In Österreich gibt es mehrere Radarstandorte. Die Niederschläge Salzburgs werden dabei vor allem von den Geräten in Feldkirchen bei Mattighofen (Oberösterreich), jenem am Patscherkofel (Tirol) sowie jenem am Zirbitzkogel (Steiermark) erfasst. Probleme kann es mitunter mit inneralpinen Niederschlagszellen geben, da die Berge die Radarstrahlen zum Teil abschatten, sprich blockieren. In solchen Fällen kann es zu einer Verfälschung der Intensität kommen. Hier stellen dann auch Regenmessungen vor Ort eine sehr gute Ergänzung dar.

Das Wetter in dieser Woche

Das Wetter gestaltet sich wechselhaft, aber nicht gänzlich unfreundlich. Die Temperaturen bewegen sich auf eher unterdurchschnittlichem Niveau .

Aktivitätstipp: Ideales Wander- und Ausflugswetter!

Man sollte dabei aber sowohl den Regenschirm, als auch den Sonnenschutz griffbereit haben.