Neuer Direktflug nach Serbien

 Was Niš mit Konstantin dem Großen und Barbarossa verbindet.

Die Wurzeln von Niš (gesprochen: Nisch), der drittgrößten Stadt Serbiens, reichen bis weit in die Urzeit zurück. Das belegt ein Fund, der erst vor wenigen Jahren getätigt wurde. Ganz in der Nähe stieß man in der Mala-Balanica-Höhle (gespr. Balaniza) auf einen teilweise erhaltenen frühmenschlichen Unterkiefer des  „Homo erectus“ bzw. „Homo heidelbergensis“, der hier bereits  vor 400.000 bis 500.000 Jahren heimisch war.

Homo erectus war hier

Die Höhle zählt mit zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, die rund 250 Kilometer südöstlich von Belgrad liegt und seit Kurzem zwei Mal wöchentlich von Salzburg aus angeflogen wird.
Über lange Zeit spielte Niš eine wichtige Rolle in der serbischen, aber auch europäischen Geschichte. Dazu zählen unter anderem die  im Titel genannten Herrschaften. Im Jahre 280 n. Chr. erblickte der spätere römische Kaiser Konstantin der Große hier das Licht der Welt. Etwas später, nämlich 1189, traf Kaiser Friedrich Barbarossa auf seinem dritten Kreuzzug mit dem Serbenfürsten Stefan Nemanja  zusammen, um sich mit ihm gegen Byzanz zu verbünden. In der Folge übernehmen mal die Türken,  Bulgaren oder Serben  die Herrschaft über die Stadt.

Später Türken und Deutsche

Als Niš im Jahr 1386 wieder einmal von den Türken erobert wird, hat der Serbenfürst Stevan Sinđelić mit seinem Heer keine guten Karten. Er lässt in der Schlacht bei Cegar sein Leben – gemeinsam mit unzähligen Freiheitskämpfern, deren Schädel im Cele-Turm verbaut sind und für immer an den dramatischen Befreiungskampf erinnern sollen.
Auch sonst trifft man in Niš immer wieder auf Zeugnisse und Denkstätten der wechselvollen Geschichte. Im Mittelpunkt die gut erhaltene Festung,  die antike Ausgrabungsstätte „Mediana“, der „Memorijalni park Bubanj“ – eines der größten Massengräber Serbiens aus dem Zweiten Weltkrieg mit rund 10.000 Toten – und schließlich das von den Nazis errichtete Lager „Crveni krst“, wo  einst Tausende Serben, Juden, Bulgaren und Bosnier ihr Leben verloren.

Besichtigungen, Nightlife und Wellness

Neben so viel Tragik hat Niš aber auch eine sehr  lebendige Seite. Als Universitätsstadt zieht es viele junge Menschen an und verfügt über ein reges Nacht- und Kulturleben.  Lohnenswerte Ausflugsziele   in der Nähe von Niš sind die Schluchten von Sićevo, und Jelašnica oder die vier Kilometer lange Höhle von Cerjan  mit großen Hohlräumen und faszinierenden Gesteinsformationen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.