„Schwarze Schafe“ schaden allen Bauern

Warum das Tierwohl jedem Landwirt wichtig sein sollte.

Regionalität liegt im Trend, Konsumenten wollen heute wissen, woher das Schnitzel am Teller kommt, die Milch, die sie trinken. Sie wollen, dass das Tier, das wegen ihnen sterben musste, ein gutes Leben hatte. Österreich ist mit seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft ein Garant für Qualität.

Der Salzburger Bauer hat im Schnitt 18 Rinder. Von Massentierhaltung, wie man sie von anderswo kennt, ist das weit entfernt. Es könnte also alles gut sein. Umso mehr verstören Bilder von kurz angeketteten Kühen und schlimmere Barbareien.

Diese Missstände sind nicht die Regel, kratzen aber am Image der gesamten heimischen Landwirtschaft. Die SalzburgMilch hat das erkannt, sie prüft ihre Höfe, schraubt die Haltungsbedingungen freiwillig hoch und übernimmt so eigentlich die Aufgabe von Politik und Behörde.

Das Ergebnis zeigt: Haltungsbedingungen können mit entsprechendem Druck einerseits und gutem Willen andererseits, verbessert werden. Und: Was echte, tierfreundliche Haltung betrifft, ist auch in Salzburg noch Luft nach oben.

Von Petra Suchanek