Beim Grillen im Garten die Welt retten

Ja, es stimmt: Die Wirtschaft braucht mehr Regeln. Was auch stimmt: Wir könnten sie uns selbst geben.

„Und da sitzen sie wieder in ihren Gärten, vor dem Weber Grill um 789 Euro und grillen die 10er-Packung Würstel um 99 Cent“ – diese Weisheit tauchte neulich im Internet auf. Da ist was dran. Wir nehmen uns ja öfter einmal vor, das Klima und die Welt zu retten. Am Ende stellt sich die Sache aber komplizierter heraus, als sie ist.

Meist sind es ja nicht wir, die die Spielregeln machen. Fest steht, und das ist die absolute Voraussetzung: Die Industrie braucht strengere Vorgaben. Nur ein Beispiel: Uns Konsumenten ein schlechtes Gewissen in Bezug auf Plastik zu machen ist ein Witz, wenn’s zugleich an massentauglichen Alternativen fehlt.

Fest steht: Wir selbst können dem eigenen Alltag aber Regeln auferlegen, die unsere Welt ein Stück weit besser machen. Denn: Wer Würstel um 99 Cent kauft, kauft Tierleid mit. Es besser zu machen, ermöglicht ein Projekt des Landes. Es heißt „Wissen, wo’s herkommt.“ Das Zertifikat kennzeichnet ab Juni Lebensmittel, die aus Salzburg kommen. Es liegt an uns. Retten wir die Welt. Zumindest ein Stück davon.

Von Heinz Bayer