Wo man oben am schönsten rastet

Das verrät das neue Buch der Münchner Journalistin und Gipfelstürmerin Sissi Pärsch. Etwa in der Peter-Wiechenthaler-Hütte, weiß sie.

Sissi Pärsch lebt als Journalistin in München. Im Bergwelten-Verlag erscheint am 18. April ihr Buch „Unsere schönsten Hütten“, das Gipfel in Österreich, Bayern, der Schweiz und Südtirol umfasst. Sie empfiehlt etwa die Peter-Wiechenthaler-Hütte – und schreibt:

Die ersten Einheimischen aus dem Saalachtal gesellen sich um 7 Uhr zum Frühstücken zu den Übernachtungsgästen. Immerhin hat sich die Peter-Wiechenthaler-Hütte auf dem Rücken des Kienalkopfs den schönsten Balkonplatz von Saalfelden gesichert. Auch der Holzbau selbst mit seinem braungrauen Fassadenkleid aus Lärchenschindeln ist eine Zier.

Die meisten Gäste brechen von hier in das schier endlos weite Karstplateau des Steinernen Meeres auf, in dem nur ein Drittel der gut 60 Gipfel mit einem markierten Weg oder Steig erschlossen ist. Von Hüttenwirtin Christiane Feller und ihrem Sohn Philipp wird man bestens auf die Touren vorbereitet. Philipp, den es aus einem Dreihaubenrestaurant in die Berge zog, serviert so gute Hausmannskost, dass manch einer beim Start schon die Belohnung bei der Rückkehr abwägt.

Zustieg

Die kürzesten Zustiege führen von Bachwinkl über den Waldsteig oder entlang der Forststraße und unterhalb der Seilbahn aufwärts. Am Kienberg treffen beide Wege aufeinander. Ausgangspunkt: Parkplatz Ortsteil Bachwinkl, Saalfelden.

Varianten

Waldsteig: Strecke: 3,9 km, Höhendifferenz: 850 Hm, Dauer: 2:30 Std.

Variante Materialseilbahn: Strecke: 4,2 km, Höhendifferenz: 850 Hm, Dauer: 3 Std.

Länger ist der Weg vom Stoißengraben. Ab Parkplatz Stoißen bei Saalfelden, Strecke: 9 km, Höhendifferenz: 1.100 Hm, Dauer: 4 Std.

Die Wanderung über die Steinalm ist schwierig – kurzes Stück seilversichert (nur für Geübte!) Ab Parkplatz Ortsteil Bürgerau, Strecke: 6,2 km, Höhendifferenz: 980 Hm, Dauer: 3:30 Std.

Touren

Auf den Gipfel des Persailhorns (2.347 m) führen Klettersteige bis Schwierigkeitsgrad C (Südwand- u. Wildental-Klettersteig). Strecke: 2 km, Höhendifferenz: 595 Hm, Dauer: 2:30 Std.

Der Saalfeldner Höhenweg ist eine fordernde Bergtour mit Kletterstellen im II. Schwierigkeitsgrad. Er führt von der Peter-Wiechenthaler-Hütte übers Persailhorn (Klettersteig B / C), Mitterhorn und Breithorn zum Riemannhaus. Strecke: 7,8 km, Höhendifferenz: Aufstieg: 970 Hm, Abstieg: 495 Hm, Dauer: 6:30 Std.

Die wunderschöne Wanderung über das Plateau des Steinernen Meeres bis zum Ingolstädter Haus ist anfangs kurz steil und seilversichert. Strecke: 7 km, Höhendifferenz: Aufstieg: 710 Hm, Abstieg: 290 Hm, Dauer: 3:30 Stunden

Wissenswertes

Lage: 1.752 m, Berchtesgadener Alpen.

Hüttenwirtin: Christiane Feller.

Übernachtung: 25 Betten in Vier-, Fünf- und Sechsbettzimmern, 40 Schlafplätze im Lager.

Geöffnet: Ab Mitte April von Fr. bis So.; Mitte Mai bis Ende Oktober täglich.

Kontakt: +43-6582-734 89, www.wiechenthaler-huette.at.

Kulinariktipp: Traditionell und gut: das Wiener Schnitzel mit Petersilkartoffeln und  Preiselbeeren.

 

Aus dem Buch: BERGWELTEN Sissi Pärsch „Unsere schönsten Hütten“, 200 S., ISBN-13 9783711200051, Erscheinungstermin: 18. April 2019

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