Bauernregeln unter der Lupe

„Karfreitag Sonnenschein, bringt uns reiche Ernte ein“: Welche Aussagekraft hat das Osterwetter tatsächlich?

Es ranken sich sehr viele Bauernregeln um die Osterfeiertage: „Ist der Gründonnerstag weiß, wird der Sommer heiß“, „Karfreitag Sonnenschein, bringt uns reiche Ernte ein“ oder „Wind, der auf Ostern weht, noch vierzig Tage steht“ sind nur einige Beispiele. So wohlklingend diese Wetterregeln auch sein mögen, sie haben ein Problem gemeinsam: Ostern fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum. Die Trefferquote ist daher eher dem Zufall überlassen.

Dabei gibt es aber auch einige Bauernregeln, die wirklich einen statistisch erfassbaren Zusammenhang aufweisen und wissenschaftlich begründbar sind. Allen voran sind hier Bauernregeln zum Siebenschläfertag zu nennen. Hier darf man jedoch nicht einen einzelnen Stichtag, also nicht nur den 27. Juni, betrachten, sondern eher die Phase von ein bis zwei Wochen um diesen Tag. Ist das Wetter um diese Zeit herum beständig, dann hat sich meist schon ein stabiles Azorenhoch gebildet, das auch in nächster Zeit freundliches Sommerwetter bringt. Ist das Wetter Ende Juni hingegen eher unbeständig, stehen die Chancen dafür, dass sich das Azorenhoch noch ausbreitet, eher schlecht.

Auch die Wetterregel „Siehst du Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen“ hat durchaus ihren Wahrheitsgehalt. Allerdings geht das auf die Hauptnahrungsquelle von Schwalben, auf Insekten zurück: Diese bleiben bei feuchter werdenden Verhältnissen und aufkommendem Wind eher in Bodennähe, wo die Schwalben dann mehr oder weniger ihr leichtes Spiel haben.

Das Wetter in dieser Woche

Nahezu frühsommerliche Temperaturen und zeitweiliger Sonnenschein begleiten uns die meiste Zeit über durch die Karwoche.

Aktivitätstipp:

Das Wetter bietet sich für sportliche Unternehmungen und Ausflüge an. Nutzen Sie aus, dass die Tage nun schon so lange sind!