Wortgefechte zum Bücher-Frühling

Das SF-Zuckergoscherl steigt in den Ring: Am 4. April im Salzburger Mozartkino.

Welche sind die besten Buchneuerscheinungen des Frühjahrs? Darüber lässt sich diskutieren. Dass dabei die Wogen hochgehen können, weiß Stierle-Geschäftsführer Bernhard Helminger. Im Herbst lud er SF-„Zuckergoscherl“ Mareike Fallwickl ein, um sich mit ihm in einer Bücherbattle zu messen. Vor vollem Haus traten die beiden in den verbalen Schlagabtausch. Helminger trug eine Niederlage davon. „Ich habe 4:2 verloren, da möchte ich mich natürlich revanchieren“, sagt Bernhard Helminger. Deshalb fordert er Mareike Fallwickl erneut zur Bücherbattle auf.

Für die zweite Runde am 4. April hat Helminger den Römersaal im Mozartkino reservieren lassen, die Premiere sprengte das Fassungsvermögen seiner Buchhandlung. Wieder wird er versuchen, mit den von ihm ausgewählten Neuerscheinungen beim Publikum zu punkten. Waren es bei der Premiere noch acht Themenkategorien, so reduziere man nun auf sechs. „Wir haben ja nicht nur über die Bücher diskutiert, dazwischen lief auch das Schmähführen sehr ausführlich, weshalb es über zwei Stunden dauerte“, sagt Helminger.

Diesmal wolle er den zeitlichen Rahmen nicht sprengen. Anstelle der beiden gestrichenen Kategorien gibt es allerdings eine Zusatzaufgabe: „Jeder von uns muss eine literarische Eigenleistung erbringen. Wir schreiben beide einen Text zu einem vorgegebenen Thema, den wir dann vortragen“, sagt Helminger – und lacht: „Jetzt denken Sie sicher, dass ich überhaupt keine Chance habe, zu gewinnen.“

Nach jeder Runde stimmt das Publikum ab

Wie funktioniert nun so eine Bücherbattle? Das Publikum darf nach jeder Kategorie abstimmen, wer das bessere Buch gewählt oder es zumindest überzeugender präsentiert hat.

Da es beim letzten Mal mehrere Spaßvögel im Publikum gab, die das Schildchen mit den Namen des Siegers während des Zählens wechselten, hat Helminger einen echten Notar als Kampfrichter engagiert. Schließlich sei es bei allem Spaß doch ein Wettkampf. Der Verlierer muss nämlich nach jeder Runde witzige Strafaufgaben erfüllen. Bei der ersten Bücherbattle ritt Helminger etwa auf einem Hexenbesen durch die Kaigasse und musste einen Witz erzählen, Fallwickl las strafeshalber aus „Shades of Grey“ vor.

Was diesmal besprochen wird? In der Kategorie „Österreich“ hat Helminger „Großmutters Haus“ von Thomas Sautner gewählt, das Zuckergoscherl entschied sich für „Fünf Tage im Mai“ von Elisabeth Hager.

Bücherbattle am Do., 4. April, 19.30 Uhr, Mozartkino

Von Petra Suchanek

Am Bild: Stierle-Chef Bernhard Helminger und SF-Zuckergoscherl Mareike Fallwickl diskutieren über Bücher. Bild: Andreas Hechenberger