Mozart’scher Liebesreigen im Landestheater

Die Oper „Così fan tutte“ macht den Auftakt zu einem Mozart-Da Ponte-Reigen am Salzburger Landestheater.

Liebe, Lust, Intrige: Um diesen Themenzyklus ranken sich die drei großen Opern, die Wolfgang Amadeus Mozart mit seinem kongenialen Librettisten Lorenzo Da Ponte schuf. Die beiden bilden darin gleichsam die Spielarten der Liebe ab: In „Così fan tutte“ stellen die Hitzköpfe Ferrando und Guglielmo die Treue ihrer beiden Freundinnen – der Schwestern Dorabella und Fiordiligi – auf die Probe. Angestachelt werden sie vom ebenso liebeserfahrenen wie abgeklärten Don Alfonso, der behauptet, keine Frau könne ihrem Mann treu sein.

Der Diener Figaro muss in „Le Nozze di Figaro“ wiederum entdecken, dass sein Arbeitgeber, der lüsterne Conte Almaviva, seiner Braut nachsteigt. Moralische Bedenken sind dem nach Sex und Macht gierenden Conte fremd – auch Gattin Rosina gegenüber. Und zu guter Letzt setzt das Duo Mozart / Da Ponte dem berühmtesten Verführer aller Zeiten, Don Giovanni, in der gleichnamigen Oper ein Denkmal.

Die drei Meisterwerke standen in der Intendanz von Carl Philip von Maldeghem bereits auf dem Spielplan des Salzburger Landestheaters. Regie führte stets Jacopo Spirei. Dessen inszenatorische Handschrift verbindet die Opern, zudem verortete er die Handlungen allesamt in den USA. Naheliegend, die drei Inszenierungen einmal am Stück zu zeigen, befand Carl Philip von Maldeghem. Nach der Wiederaufnahme der „Così fan tutte“ im April, folgt deshalb im Mai und Juni zwei Mal die seltene Möglichkeit, die Mozart-/Da Ponte-Opern an drei aufeinanderfolgenden Tagen zu erleben und damit tief in den Kosmos des kreativen Duos einzutauchen (von 17. bis 19. Mai und von 31. Mai bis 2. Juni).

Jacopo Spirei weiß: „Es ist unmöglich, sich nicht in jede der drei Opern zu verlieben.“ Er wird die Wiederaufnahmen mit neuem Sängerensemble in Angriff nehmen, im Orchestergraben steht ihm das Mozarteumorchester unter Adrian Kelly zur Seite.

Wiederaufnahme „Così fan tutte“ am Sonntag, 7. April

Von Petra Suchanek

Am Bild: „Così fan tutte“ spielt in Jacopo Spireis Inszenierung im studentischen Umfeld einer Universität in den USA. 
Bild: Christina Baumann-Canaval