Ein abwechslungsreicher Monat

Der April hat alles im Gepäck. Bei ruhigem Hochdruckwetter wird es richtig warm, doch wehe es kommt kühle Meeresluft daher.

Der Monat April hat es schwer: Er beginnt unglaubwürdig – Stichwort Aprilscherze – und ist verschrien als Monat der Wetterkapriolen. Doch eigentlich macht der April gar nicht, was er will, er ist einfach ein Monat der Umstellungen. Die Sonne ist nun schon stark genug, dass sich die Landmassen erwärmen. Bei ruhigem Hochdruckwetter klettern die Temperaturen daher teils auf sommerliche Werte. In der Stadt Salzburg wurden am 27. April 2012 beispielsweise bereits „tropische“ 31,5 °C gemessen – im Schatten wohlgemerkt.

 

Die Kehrseite der Medaille zeigt sich jedoch, wenn das Wetter unbeständiger wird. Denn Wassermassen erwärmen sich nicht so schnell wie das Land. Das heißt, bei einer Nordwestströmung wird vergleichsweise kühle und feuchte Meeresluft über das schon frühlingshaft warme Festland geführt. Dies ist eine explosive Mischung: Regen-, Graupel- und Schneeschauer sowie Gewitter sind oft die Folge dieser starken vertikalen Temperaturunterschiede.

 

Zwischen derartigen Schauerkomplexen kommt es aber als Ausgleich immer wieder zu Absinkbewegungen. Die Wolken lockern dadurch auf und in der Sonne fühlt sich die Luft dann schnell schwül warm. Abgesehen vom unbeständigen Wetter, bringt der April aber auch die größten Temperaturgegensätze: Die Nächte können speziell bei schönem Wetter und Schneebedeckung noch einmal eiskalt werden. So wurde in  Saalbach am 17.4.1977 ein Tiefstwert von -14,1 °C gemessen. Man kann es also auch freundlicher formulieren: Der April hat für jeden etwas im Gepäck – egal ob Kälte- oder Hitzeliebhaber.