Achterbahn mit scharfen Kurven

Wetterfühlige Menschen müssen im Moment Einiges aushalten. Es sind aber auch harte Zeiten für Wettermodelle.

Die ständigen Temperaturschwankungen in den Übergangsjahreszeiten belasten aber nicht nur den Organismus, sondern bereiten auch den Entwicklern der Vorhersagemodelle Kopfzerbrechen. Die leistungsfähigsten Computer der Welt verarbeiten unzählige Messdaten von Wetterstationen und berechnen daraus mit Hilfe von physikalisch-mathematischen Formeln ein mögliches Szenario für die Zukunft.

Schon eine winzig kleine Änderung im System – ähnlich dem Flügelschlag eines Schmetterlings – könnte die Berechnung der Zukunft theoretisch immer mehr in eine unvorhersehbare Richtung treiben. Für den ersten Tag wäre der so entstandene Fehler noch gering, die Abweichung steigt jedoch von Tag zu Tag an.

Und so kann es sein, dass die Wetterkarten für den Sonntag in einer Woche statt einem stabilen Hochdruckgebiet mit perfektem Frühlingswetter plötzlich eine kalte Nordwestströmung mit Schneefall bis in tiefe Lagen zeigen. Exakte Prognosen über einen Zeitraum von mehr als sieben Tagen ergeben damit praktisch keinen Sinn mehr. Das stark gegliederte Gelände Österreichs mit Ebenen, Bergen und Tälern ist ein zusätzliches Handicap für die Vorhersagemodelle.

Trotz einer weiter steigenden Rechenleistung der Computer werden sich die Vorgänge in der Atmosphäre deshalb nie bis ins letzte Detail Natur vorhersagen lassen. Ein Tipp: Verwenden Sie längerfristige Prognosen gerne als groben Wettertrend. Auf zeitliche oder räumliche Details schauen Sie aber besser erst drei bis fünf Tage vor dem betreffenden Zeitpunkt!

Das Wetter in dieser Woche

Nach dem nasskalten Wochenbeginn beruhigt sich das Wetter. Es stellt sich zunehmend sonniges Hochdruckwetter ein, zum Wochenende hin wird
es auch immer milder. . .

Aktivitätstipp

Wer noch immer nicht genug vom Winter hat, sollte den Neuschnee auf den Pisten genießen. Hobbygärtner können in den tiefen Lagen die ersten geschützten Frühbeete bepflanzen.