Es ist wieder Zeit zum Garteln

Längst hat die Natur ihre ersten Frühjahrsboten ausgeschickt, es schleicht sich wieder Farbe in das Grau. Vier Schritte zur Grünoase …

Die Gartensaison 2019 ist da! Was jetzt zu tun ist:

Rasenpflege

Schnee und Nässe haben dem Rasen über den Winter stark zugesetzt. Als erstes sollte man den Rasen düngen, damit er wieder zu Kräften kommt. Dann den Garten einmal mähen, ehe man mit einem Rechen Moos, Filz und abgestorbene, faule oder schimmlige Halme entfernt. Leichter geht das Ganze mit einem Vertikutierer. „Normalerweise genügt es, den Rasen in einer Richtung zu vertikutieren“, rät Gartenprofi Marco Voithofer vom Maschinenring, „ist dieser jedoch stark beansprucht, sollte die ganze Fläche einmal längs und einmal quer bearbeitet werden.“ Bleiben Rasenlöcher oder braune Stellen zurück, so streut man hierauf frische Grassamen aus.

Baum- und Strauchschnitt

„Profis und automatische Systeme erleichtern die Arbeit“, weiß Gartenprofi Marco Voithofer. Bild: Maschinenring

Wenn nicht schon vor dem Winter erledigt, sollten Bäume und Sträucher jetzt noch zurückgeschnitten werden, ehe Blätter und Knospen zu sprießen beginnen. „Das fördert das Wachstum der Äste und hält die Bäume in Form“, so Voithofer.

„Die Triebe werden zu einem Drittel – bei Obstbäumen sogar um die Hälfte – zurückgeschnitten. Der Experte warnt jedoch: „Dicke Äste nicht näher als einen Zentimeter vom Stamm entfernt absägen. Denn sonst kommt es leicht zu einem Pilzbefall.“Wer unsicher ist, kann sich ja auch einen Profi ins Haus bzw. in den Garten holen.

Für reiche Ernte und Blütenpracht

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, werden auch die Beete auf Vordermann gebracht. Damit sich die neuen Triebe gut entwickeln können, gehört alles Abgestorbene wie Blütenstängel und Laub entfernt.

Damit Saat und Stecklinge richtig keimen und wachsen, muss die oberste Erdschicht aufgelockert und gedüngt werden. Im Frühbeet oder Gewächshaus kann man bereits einjährige Sommerblumen sowie Kohl, Salat oder Radieschen ziehen. Für Setzlinge im Freibeet rät der Experte: „In kalten Nächten sollte man diese unbedingt mit einem schützenden Vlies bedecken, denn sonst kann es schnell zu Frostschäden kommen .“

Ein Hit sind derzeit alte Gemüsesorten wie Pastinaken, Gelbe und Rote Beete, Mangold oder Steckrüben. Diese Sorten sind extrem robust gegenüber Wetterwidrigkeiten und Schädlingen. Beim sogenannten „Superfood“, also Obst und Gemüse , das über viele Nährstoffe und Antioxidantien verfügt, sind jene besonders beliebt, die laufend nachreifen.

Wasserspiele im eigenen Garten

Ob plätschernder Sprudelstein, Brunnen oder Schwimmteich – viele Gartenbesitzer schwören auf die beruhigende und gleichzeitig belebende Wirkung des nassen Elements. Positiver Nebeneffekt: Nicht nur Menschen profitieren davon, auch viele Nützlinge wie Bienen, Fledermäuse oder Igel sind für diese Art der Erfrischung dankbar.

Von Michaela Pircher

Am Bild: Schwimmteiche bringen wahrhaft Leben in den Garten. Bild: Maschinenring