Was so ein Erdäpfel so alles kann

Er ist leicht verdaulich und extrem anpassungsfähig. In der Fastenzeit kommt man fast nicht ohne den Erdäpfel aus.

Gut, dass ich noch ein paar Erdäpfel daheim hab. Weil jetzt am Ende der Faschingszeit und ganz besonders in der Fastenzeit komme ich auf keinen Fall ohne sie aus. Erdäpfel sind ja meine Lieblingsspeise, sofern viel Butter dabei ist.
So ein Erdapfel ist ja auch unfassbar anpassungsfähig. Er drängt sich nicht vor, sondern fügt sich unauffällig in die Speisen ein. Und wer ein gesundes, leicht verdauliches und einfaches Gericht kochen möchte, macht Pellkartoffeln mit Topfen, Leinöl, Kräutersalz und einer Prise Chili.
In den Erdäpfeln verpackt ist eine ganze Menge Kalium bei gleichzeitig wenig Natrium. Das bemerken wir schon daran, dass wir die Kartoffeln gerne ein wenig salzen. Unser Gusto nach Salz sagt uns, der Haufen an Kalium gehört mit dem Gegenspieler Natrium ausgeglichen. Ungesalzen wirken Erdäpfel sehr basisch und fangen die Magensäure ab. Bei Sodbrennen wirken die rohen, geriebenen Kartoffeln oder ihr Saft wohltuend mild.
Im Fasching kann es ja auch einmal sein, dass der Kopf aus irgendeinem Grund glüht und schmerzt und dass er von Kühlung träumt. Hier kommen rohe Erdäpfel zum Einsatz. Einfach waschen, in Scheiben schneiden und auf die Stirn auflegen. Das kühlt nachhaltig und nimmt den Kopfschmerz.  Eine gute Idee für die Fastenzeit ist das Basenfasten. Da muss man sich nicht kasteien und bemerkt nach einigen Tagen eine angenehme Leichtigkeit. Wer zwei Wochen lang Gerichte aus Erdäpfel als Hauptmahlzeit isst, verringert die Säurelast und macht sein Essen basenüberschüssig. Erdäpfel in allen Varianten kombiniert mit Gemüse, Eiern, Sauermilchprodukten oder etwas Käse empfehlen sich dazu.

Das Buch „Hausmittel. In einfacher Anwendung zum Heilen und Lindern“, Servus Verlag, erscheint am 21. März. Buchpräsentationen:

21.03. 9 Uhr TEH Naturwerke Hollersbach
21.03. 19 Uhr WIFI Salzburg
03.04. 19 Uhr TEH Akademie Unken