Schmelzen oder Tauen

Was dem Schnee wirklich zusetzt. Die Luftfeuchte ist entscheidend dafür, wie schnell der Schnee verschwindet.

Deutliche Plusgrade auf den Bergen, dazu viel Sonnenschein – wenn man Glück hat, erwischt man in nächster Zeit so einen traumhaften Tag beim Wintersport. Während wir schwitzen, scheint dem Schnee solch ein frühlingshaftes Wetter zum Teil ziemlich egal zu sein, die Schneedecke geht nur wenig zurück. Für die Schneeschmelze ist die Temperatur nämlich meist nicht entscheidend: Die Luftfeuchte macht den Unterschied aus, ob und wie schnell der Schnee verschwindet.
Bei positiven Temperaturen und hoher Luftfeuchte „taut“ der Schnee, das heißt, er geht von der festen in die flüssige Phase über. Kommen noch Regen oder starker Wind dazu, kann man fast zusehen, wie die Schneedecke schrumpft.
Ist die Luft allerdings trocken, wie es letzte Woche meist der Fall war, so kann sich der Schnee besser halten. Aufgrund der äußeren Verhältnisse geht ein Teil der weißen Pracht in die gasförmige und je nach Feuchte auch in die feste Phase über. Diesen Prozess nennt man „Schmelzen“.
Nimmt man es ganz genau, so gibt es auch noch einen dritten Vorgang, wie der Schnee verschwindet, und zwar die „Sublimation“. Bei der Sublimation ist die Luftfeuchte so gering, dass der Schnee nur von der festen in die gasförmige Phase übergeht. Dieser Prozess geht sehr langsam vonstatten. Bei dem anfangs angesprochenen Frühlingstag kommt es meist vor, dass der Schnee in Tallagen schmilzt, auf den Bergen – wo die Luft bei derartigen Verhältnissen meist trockener ist – jedoch nur sublimiert. Lange Rede, kurzer Sinn: Genießen wir den Schnee, solange er noch da ist.

Das Wetter in dieser Woche

Mit einer westlichen Höhenströmung werden milde, aber sehr feuchte Luftmassen in den Alpenraum geführt. Das Wetter zeigt sich von seiner  wechselhaften, aber nicht gänzlich unfreundlichen Seite.

Aktivitätstipp:

Auch wenn nicht immer die Sonne vom strahlend blauen Himmel scheint, sollte man viel Zeit bei Sport im Freien oder Spaziergängen verbringen: Die frische Luft und das Tageslicht beugen der Frühjahrsmüdigkeit vor.