Miteinander? Aber bitte nicht in der Politik!

Wird „gepreunert“ das Wort des Jahres in Salzburg? Oder vielleicht das Unwort des Jahres? Potenzial hat es.

„Jemanden dumm sterben lassen.“ Im Österreichischen Wörterbuch steht dazu: „Andere uninformiert oder in einer falschen Meinung belassen.“

Den Umstand kann man auch martialisch ausdrücken. Nämlich mit „ins Messer laufen lassen.“ Oder neuerdings und sehr aktuell: „Den haben wir voll gepreunert!“ Der kreative Begriff hat das Potenzial, Salzburgs Wort (Unwort) des Jahres zu werden.

Fakt ist: Salzburgs Stadtpolitik befindet sich im permanenten Dauerstau, was griffige, umfassende Lösungen für das Verkehrsschlamassel anlangt. Der grüne Stadtrat Johann Padutsch fand sich mit der Rolle des Sündenbocks ab. Die restliche Stadtpolitik nahm es gern zu Kenntnis, mit Padutsch den Watschenmann zu haben.

Jetzt wurde die Rolle durch Rot, Grün und Pink knapp vor der Wahl ÖVP-Bürgermeister Preuner zugedacht. Der Plan: „Den Schwarzen“ überrumpeln und per Mehrheitsbeschluss Tatsachen schaffen. Das verpasst dem Sittenbild der Politik neuerlich Kratzer. Denn offenbar geht es weniger um Lösungen als um die Machtspiele einiger Männer.

Von Heinz Bayer