Gehen die Innenstädte offline?

12 Monate. 365 Tage im Jahr. 24 Stunden täglich. Auch nachts. Immer. Ob am Sonntag, Samstagabend oder an Werktagen.

Ob am Sonntag, Samstagabend oder an Werktagen. Das Internet macht sie möglich, die Online-Bestellung. Klingt vielversprechend im Ohr von uns Konsumenten.

Doch alles hat seinen Preis. Der ist bis auf den letzten Cent zu bezahlen. Obwohl er in seinem ganzen Umfang nicht immer klar ausgeschildert ist. Die neuen Herrscher der Welt, Männer wie Amazon-Chef Jeff Bezos, der auf 120 Mrd. Dollar Vermögen geschätzt wird, geben den Takt vor.

Die Frage lautet: Müssen wir dem Takt folgen? Dem Takt, der zum Diktat wurde. Kaufen. Noch mehr kaufen. Und das immer öfter online. Nicht nur die Mitarbeiter von Amazon bekommen offenbar nicht den Anteil am Gewinn, der ihnen zustehen sollte. Ihre Streiks belegen es.

Auch viele kleine Zusteller in Salzburg, als letztes Glied einer Kette, leiden als Knechte in einem gnadenlosen Räderwerk. Es liegt auch an uns. Wir Kunden können das ändern. Indem wir lokal kaufen. Indem wir etwa durch Innenstädte flanieren und die Unternehmer und Geschäftsleute dort leben lassen. Wenn wir das aber immer weniger tun, gehen die Innenstädte offline. Wir büßen dann dramatisch an Lebensqualität ein. Es

Von Heinz Bayer