Mit der Lupe in den Mikrokosmos von Schnee

Schneedecken sind nur scheinbar ruhig. In ihnen verwandeln sich die Schneekristalle laufend.

So homogen sieht ein Landschaftsbild selten aus; speziell bei bewölktem Himmel könnte man mutmaßen, es gäbe nur noch die Farbe Weiß. Wer sich näher mit der Schneethematik befasst, wird feststellen, dass diese Substanz ganz und gar nicht homogen ist. Schauen wir uns zumindest einen Bruchteil der spannenden Eigenschaften von Schnee an: Jeder einzigartige Schneekristall, der sich in der Schneedecke einordnet, durchläuft einen Wandel. Dieser umfasst zum Beispiel eine mechanische Zerkleinerung oder eine thermische Änderung, meistens passiert beides. Mit diesen Prozessen nimmt das Volumen der Schneedecke laufend ab, die Hohlräume werden kleiner, sie setzt sich. Die frische Schneeoberfläche reflektiert einen großen Anteil des sichtbaren Lichtes (kurzwellige Strahlung) und nimmt dagegen einen Großteil der Wärmestrahlung (langwelliges Spektrum) auf. Die Temperatur des Schnees kann jedoch 0 °C nie überschreiten, vielmehr findet an der Oberfläche eine permanente Sublimation (Übergang von Eis zu Wasserdampf) oder ein Schmelzen statt. Der zusammenhängende Porenraum ist durchlässig für Wasser und Luft und bildet somit einen ausgezeichneten Isolator. In, oberhalb und unterhalb der Schneedecke können also gravierende Temperaturunterschiede entstehen, die eine weitere Umwandlung der Eiskörner hervorrufen. Verschiedene Niederschlagsverhältnisse, physikalische Vorgänge innerhalb des Schnees und Witterungseinflüsse von außen kreieren Schichten, die in Härte, Korngröße, Kornform, Dichte und Temperatur ungeahnt ungleich sind.

Wetterverlauf in dieser Woche

Die Temperaturen bleiben im winterlichen Niveau und zwischen Wolken und etwas Schneefall sollte sich auch die Sonne zeigen können.

Aktivitätstipp

Wintersportarten jeglicher Art lassen sich bestens ausüben. Im freien Gelände dürfen die Naturgefahren weiterhin nicht unterschätzt werden und besonders am Morgen empfiehlt sich kälteschützende Kleidung.