Kuckuck, wie viele seid ihr denn?

Vogelzählaktion von 4. bis 6. Jänner in ganz Österreich: Alle können mitmachen und so den Wissenschaftern helfen!

Wie wirken sich Klimawandel und Insektensterben auf die Vögel aus? Welche Arten sind häufig, welche selten geworden? Um dies rauszufinden, brauchen Wissenschaftler Daten. Diese zu sammeln, ist sehr aufwändig, selbst in einem kleinen Land wie Österreich. Man kann schließlich nicht zeitgleich an allen Orten sein. Deshalb setzt die Vogelschutzorganisation Birdlife Österreich heuer zum bereits zehnten Mal auf die Unterstützung der Vogelfreunde in der Bevölkerung.

Bei der Zählaktion „Stunde der Wintervögel“, die von 4. bis 6. Jänner angesetzt ist, werden die gefiederten Gäste, die zum Vogelhäuschen in Garten, Park, Terrasse oder Balkon fliegen, eine Stunde lang gezählt. Im Vorjahr nahmen mehr als 10.000 Vogelfreunde aus ganz Österreich an der Aktion teil, insgesamt wurden 262.671 Vögel gezählt.

Wer nicht ganz so versiert ist in Sachen Vögelchen, der sollte zur Bestimmung ein schlaues Buch zur Hand nehmen. Aber auch im Teilnahmefolder der Zählaktion sind die häufigsten Vogelarten an heimischen Futterstellen abgebildet. Diesen braucht man, um die Zahl der beobachteten Vögel einzutragen.

Häufige und seltene Arten

Mit etwas Glück und einem vielseitigen Futterangebot kann man auch seltene Vögel ans Futterhaus locken. Birdlife-Chef Gábor Wichmann weiß, dass derzeit mancherorts Schwärme von Erlenzeisigen zu beobachten sind; auch Seidenschwänze, die in Nordeuropa brüten, wurden mehrfach gesichtet.

Folder zur Aktion anfordern unter: Tel. 01-522 22 28 oder online abrufen: www.birdlife.at

Von Petra Suchanek

Bild: Auch der Kleiber bedient sich gern am heimischen Futterhäuschen. Bild: Birdlife / Hannah Assil