Touristenmagnet Advent: Neues Buskonzept greift

800 Reisebusse mit Ticket-Einfahrt: Terminals waren erstmals gleichmäßig ausgelastet. Polizei strafte 28 Buslenker.

Die Stadt Salzburg gehört zu den meist überlaufenen Touristenhotspots Europas. Die Politik bemüht sich nun um Abhilfen. Die neue Regelung für Reisebusse scheint bereits zu greifen: Die beiden Terminals an der Paris-Lodron-Straße und im Nonntal sind heuer erstmals gleichmäßig ausgelastet. Mehr als 800 Busse brachten Besucher zum Christkindlmarkt. Dafür müssen sie online Zufahrtstickets um 24 Euro erwerben, können die Gäste dann 20 Minuten aus- und einsteigen lassen sowie auf den Busparkplätzen Nord oder Süd parken. „Die Regelung verlief ausgezeichnet“, urteilt Wolfgang Ebner vom Stadtpolizeikommando. Die Polizei bestrafte 28 Buslenker wegen Nichtbeachtung des  Fahrverbots in der inneren Sperrzone und Verstößen gegen das Parkverbot.
Bürgermeister Harald Preuner hat Tourismuschef Bert Brugger beauftragt, das Tourismuskonzept gesamthaft zu überarbeiten. Die schwierigste Aufgabe ist, die Touristengruppen zu lenken, das Massive und Pulkhafte aus dem Auftritt der Gruppen herauszunehmen. „Die Leute kommen ja, um ganz bestimmte Dinge zu sehen. Wir versuchen, sie auf andere Routen dorthin zu steuern.“ Etwa über den Mozart- und Müllner Steg ins Zentrum. Fakt sei: „Die Leute gehen am liebsten die ausgetretenen Pfade“ – über den Makartsteg. Als Nächstes will man mit den Stadtguides reden, was sie zur Entzerrung der Ströme beitragen könnten.

sw