Ende der Durststrecke in Sicht

Der Tag wird bald wieder länger. Doch nicht nur das Wetter macht der Sonne oft einen Strich durch die Rechnung.

In dieser Woche erreichen wir einen wichtigen Wendepunkt im Jahreskreis: Die Wintersonnenwende steht vor der Tür, konkret am 21. Dezember um 23:23 mitteleuropäischer Zeit. Dann steht die Sonne über dem südlichen Wendekreis und läutet damit den Beginn des astronomischen Winters auf der Nordhalbkugel ein. Die Tageslänge nimmt ab dem 22. Dezember wieder geringfügig zu, allerdings spürbar wird das erst im Jänner.

Zumindest einen kleinen positiven Vorgeschmack gibt es bei ganz genauer Beobachtung schon beim Zeitpunkt des astronomischen Sonnenuntergangs: Dieser wandert in Salzburg von ca. 16:16 zur Monatsmitte bis Silvester auf 16:25 nach hinten.

Soweit die Theorie, die Praxis sieht freilich anders aus. Denn nicht nur das Wetter macht der Sonne oft einen grauen Strich durch die Rechnung, sondern auch die Umgebung: Das kann der Schatten spendende Baumriese in Nachbars Garten sein oder auch die umliegende Bergwelt. Vor allem in den inneralpinen Regionen ist diese sogenannte Horizontüberhöhung besonders stark zu spüren. Dort lassen die Berge die Sonne zum Teil erst gar nicht auftauchen oder recht rasch verschwinden. So bekommt man etwa im Oberpinzgau südlich der Salzach aktuell nur rund ein bis zwei Stunden Sonne pro Tag ab, nördlich davon gehen sich hingegen teils noch bis zu sieben Sonnenstunden aus – bei wolkenlosem Himmel versteht sich. Ein Riesenunterschied also, und das auf ziemlich geringer Distanz. Es gibt aber keinen Nachteil, wo kein Vorteil ist: Die Schwünge im staubenden Tiefschnee bleiben auf den Schattseiten wesentlich länger ein Genuss.

Diese Woche

Der Wettercharakter ist abwechslungsreich: Störungen von Westen und stabile Wintertage wechseln ab. Das Temperaturniveau geht in Summe leicht nach oben, die Nächte bleiben aber kalt.

Aktivitätstipp:

Das Wetter bietet alle Möglichkeiten vom Wedeln auf den Pisten im Sonnenschein bis zum Faulenzen auf der Ofenbank, wenn es draußen nicht so gemütlich ist.