Die Erde von oben: Unsere Welt im Umbruch

Mit Satellitenbildern zeigen zwei Salzburger  die Veränderung der Erde. Ihr neuer Bildband eröffnet einen neuen Blick auf die Welt.

Wenn man vom Weltraum aus zwei Pandabären auf der Erde sehen kann, hat der Mensch seine Hand im Spiel. Das nebenstehende Foto wurde aus 600 Kilometer Höhe aufgenommen. Es zeigt eine riesige Solaranlage in China. Auf Vorschlag eines 15-jährigen Mädchens wurde ein Teil davon in Pandaform errichtet, um Chinas Jugend für Solarenergie zu begeistern. In den kommenden Jahren will China 99 weitere Solar-Pandas in die Landschaft stellen.

Wie ein Gespenst: Eine Diamantmine in Kanada. Das Satellitenbild wurde in 600 Kilometern Höhe aufgenommen. Bild: EoVision

Bilder wie diese haben zwei Salzburger dazu bewogen, die Vielfalt der Erde Interessierten in Form eines Bildbandes näherzubringen. „Seit es die Satellitentechnologie gibt, kann man erstmals weltweit schauen, was der Mensch mit der Umwelt macht“, sagt Markus Eisl. Gemeinsam mit Gerald Mansberger hat er kürzlich den Bildband „New Human Footprint“ veröffentlicht. Der Physiker und der Vermesser betreiben seit zehn Jahren im Andräviertel das Unternehmen EoVision, das Fernerkundung mit Satellitenbildern anbietet.

Der Mensch braucht Batterien. Dafür ist Lithium nötig. In Chile wird es in riesigen Salzsolebecken gewonnen. Bild: EoVision

Das  Buch war ein Nebenprodukt ihrer Arbeit. „Eigentlich wollten wir das vergriffene 2011 erschienene Footprint-Buch neu auflegen“, sagt Eisl. Als sich zeigte, wie sehr sich die Erde seither verändert hat, war klar,  ein neues Werk tut Not. „Wir wollen zeigen, wie wertvoll und verletzlich die Erde ist und dass wir sie erhalten müssen“, so Eisl. In dem neuen Band finden Umwelt- sowie Fotografieinteressierte ästhetisch beeindruckende Bilder. Darauf zu sehen: gewaltige Diamantminen-Erdkrater in Kanada, riesige bunt gefärbte Wasserbecken bei der Lithiumgewinnnung (für Akkus) in Chile oder Flughafenfriedhöfe  enormen Ausmaßes.

Das „Fenster“ verlost drei Bildbände. Näheres auf facebook.com/salzburgerfenster

Von Sabine Tschalyj

Bild: Pandas zwischen Gemüsefeldern, das gibt es nur in China. Dem Solarkraftwerk mit
50 Megawatt Leistung sollen 99 weitere in Pandaform folgen. Vom Weltraum aus wird man auch sie sehen.
Bild: EoVision