Wenn es einmal gar zu glatt läuft

Blitzeis als Risiko an Regentagen. Glatteis kann sich binnen weniger Minuten aufbauen.

Wenn sich in den Wintermonaten Kalt- und Warmfronten abwechseln, wird es auf den Salzburger Straßen oft gefährlich glatt. Blitzeis ist für Verkehrsteilnehmer oft gefährlicher als Schneefall, weil Straßen sowie Rad- und Gehwege extrem rasch rutschig werden.
Wie kann sich eine griffige Fahrbahn in so kurzer Zeit in eine extrem glatte Eispiste verwandeln? Der Klassiker ist eine Warmfront, die im Winter immer mit Vorsicht zu betrachten ist. Vor dem Eintreffen der Front kann es beispielsweise noch sehr kalt sein, speziell in klaren Nächten mit einer vorhandenen Schneedecke kühlt der Boden stark aus. Auf diese bodennahe Kaltluft gleitet mit der Warmfront mildere Luft auf. Liegt die Temperatur beim Einsetzen des Niederschlags noch in allen Höhen unter 0 Grad, handelt es sich meist um Schneefall. Sind allerdings bereits wärmere Schichten mit Temperaturen von über 0 Grad dabei, schmelzen die Schneekristalle und fallen als Regentropfen in die bodennahe Kaltluft. Auf den gefrorenen Böden friert der Regen sofort an und verursacht sehr rasch Glätte.

Bei jedem Autofahrer sollten also die Alarmglocken läuten, wenn im Wetterbericht die Rede von „gefrierendem Regen“ ist. Schleichender, oft aber sogar noch weniger vorhersehbar ist die „gefrierende Nässe“, wenn nach einem Regentag am Abend bei aufklarendem Himmel die Temperatur der nassen Fahrbahn unter den Gefrierpunkt sinkt – es „zieht an“. Auch in diesem Fall baut sich die Glatteisgefahr innerhalb weniger Minuten auf, aus der entspannten Fahrt in die Weihnachtsferien kann dann schnell eine Rutschpartie samt unweihnachtlicher Bescherung werden.

Aktivitätstipp:

Der Neuschnee der letzten Tage kann den Startschuss für die persönliche Skisaison bedeuten. Wer es gemütlicher liebt, kann das winterliche Wetter auch bei einem Bummel durch den Christkindlmarkt genießen.

Wetterverlauf in dieser Woche:

Die Wochenmitte bringt winterliche Temperaturen, aber kaum noch Neuschnee. Zum Wochenende hin wird es mit mehr Sonne langsam milder, bevor es neuerlich unbeständig wird.