Frühwinter im steirischen Salzkammergut

Die Kombination Skitour und Piste ist vor allem im Frühwinter oft sehr reizvoll.

Die Pisten sind schon gut befahrbar, im Gelände gibt’s noch viel Steinkontakt. Das Pistengehen führt dann zwangsläufig zu Konflikten. Zwangsläufig? Nicht unbedingt, wenn sich die Skitourengeher an die Pistenregeln halten (www.alpinesicherheit.at) und wenn die Liftgesellschaftsbetreiber etwas mitdenken.

Herausragendes Beispiel sind die Leute vom Loser im Ausseerland: Die Route ist pistennah. Trotzdem ist sie attraktiv und wird sogar von der Liftgesellschaft mitbeworben. In Aussee scheint man verstanden zu haben, dass Tourengeher zwar keine Liftkarte kaufen, aber sonst auch zahlungskräftige Gäste darstellen. Konflikte zwischen Liftgesellschaft und Skitourengehern sind hier kein Thema.

  • Wolkenstimmung - Blick vom Greimuth Richtung Dachstein. Bild: T. Neuhold
  • Am Loserplateau mit dem ziemlich nahen Dachstein im Hintergrund. Bild: T. Neuhold
  • Anstieg zum Loser mit seinem burgartigen Gipfelaufbau. Bild: T. Neuhold

 

Ausgangspunkt

Parkplatz bei der neuen Mautstelle auf der Loserstraße (940 m, Ende der Schneeräumung). Zufahrt über Altausee, im Ort auf Wegweiser „Loser“ achten.

Route

Vom Parkplatz entlang der nicht geräumten Straße flach nach Süden, unter der Piste hindurch, bis zum Schild „1000 m“. Hier beginnt der mit Tafeln und einigen Pfeilen markierte Tourenanstieg.

Dieser führt durch den Wald nach Osten und kürzt die weit ausgreifenden Kehren der Loserstraße ab. Bei der Loserhütte (1497 m) angekommen, führt die Spur – wieder die Straße abkürzend – parallel zum Sessellift hinauf zur Bergstation (große Solaranlage). Man folgt nun wieder der flachen Straße (kurzes Pistenstück) nach Nordosten bis zur Loseralm.

Hier endet die pistennahe Tour, man geht ins Gelände: Weiter in einem Bogen an der Ostseite des Augstsees (1643 m) herum und durch eine schöne Mulde am Atterkogel vorbei nach Norden zum Schluss steil auf den Greimuth (1878 m). Bei geringer Schneelage muss man die letzten Höhenmeter zwischen den Felsen zu Fuß absolvieren.

Abfahrt wie Anstieg zur Loserhütte, dann aber auf der Piste flach nach Westen zur Bergstation jenes Sesselliftes, der vom Tal heraufkommt und entlang der Fis-Piste retour zu jener Unterführung, die man beim Aufstieg passiert hat. Die letzten Meter wieder auf der Straße nach Norden zum Auto.

Variante

Direkt vom Talparkplatz entlang der Piste zur Straße ansteigen. Die Tour wird so um gut 100 Höhenmeter länger.

Wissenswertes

Anforderung: Einfache, pistennahe Skitour, im Gipfelbereich des Greimuth fallweise Trittsicherheit gefragt. 950 Höhenmeter und 3 Stunden Anstieg.

Ausrüstung: Skitourenausrüstung.

Karte: AV-Karte Nr. 15/1, „Totes Gebirge – westliches Blatt“, 1:25.000. Kompass Nr. 20, „Dachstein“, 1:50.000.

Literatur: Günter und Luise Auferbauer, „Schitouren Paradies Österreich“, Verlag Styria, Graz 2003.

Einkehr: Loserhütte, www.willkommeninaltaussee.at, Loseralm, www.loser.at

Lawinenwarndienst: www.lawine-steiermark.at

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.