Wie Billy, Pax und Co. uns alle einmal scheitern lassen

Ikea Salzburg wird 15 Jahre alt. Wir haben uns im Bekanntenkreis und Netz nach den witzigsten Geschichten umgehört.

Foto: Anna Boschner

An einem kalten Novembertag 2003 campieren  als Wikinger verkleidete Salzburger vor einem blau-gelben Möbelhaus in Salzburg-Taxham. Warum? Ikea lockte zu seiner offiziellen  Eröffnung mit Gewinnen. „Komm als echter Schwede“, lautete das Motto.
Anlässlich des Jubiläums hörten wir uns im Bekanntenkreis und in den sozialen Netzwerken um  und sammelten die lustigsten Ikea-Erlebnisse.
Unter anderem gab es da Regalbretter, die verkehrt herum eingebaut wurden, gut verschraubt mit zehn anderen Teilen: Was in der Theorie noch leicht erscheint, ist in der Realität manchmal schwerer als gedacht

Transport und Aufbau klappen nicht immer

Ohne Auto kann bereits der Transport von Billy-Regal, Wäscheständer, Zimmerpflanze und Co. kompliziert werden. Die Studentin Lisa fuhr mit der S-Bahn dreimal die Strecke von Taxham nach Schallmoos, um ihre Einkäufe nach Hause zu bringen. „Voller Euphorie habe ich mehr als erwartet in den Wagen gelegt. Erst an der Kasse kam mir der Gedanke, dass ich nun alles auf die andere Seite der Stadt bringen muss.“

Auch mit Auto gestaltet sich der Transport des beliebten Pax-Kastens schwerer als  erwartet. „Um den Kleiderschrank im Auto zu transportieren, mussten die beiden Vordersitze so weit nach vorne geschoben werden, dass ich während der Fahrt fast am Lenkrad klebte. Die Polizei hätte uns sicher aufgehalten“, heißt es da zum Beispiel. Mit den verkauften Pax-Kästen in Salzburg könnte man eine Mauer um die Stadt entlang ihrer Grenze bestehend aus sieben Reihen bauen.

Stephanie kann ebenfalls über ein Ikea-Erlebnis lachen: „Einen fahrbaren Kasten baute ich dreimal auf und wieder ab, in der Annahme, dass dieser vier Rollen besitzt. Irgendwann war ich so genervt, dass ich ihn zurückschickte, woraufhin Ikea mich darauf hinwies, die Anleitung zu lesen. Der Kasten hat nämlich nur zwei Rollen.“ Gerade handwerklich begabte Menschen scheinen beim Zusammenbauen immer wieder zu scheitern: „Beim Aufbau des Kallax-Regals habe ich bereits fünf Bretter beschädigt“, erinnert sich Yvonne. Eine Folge von Unkonzentriertheit oder doch eher einer komplizierten Aufbauanleitung?

Fundstücke aus dem Netz

Ein Klassiker, der immer wieder in den sozialen Netzwerken auftaucht: Kunden, die bei Ikea eine Schere kauften, amüsiert es, dass deren Griffe mit Kabelbinder zusammengehalten werden. Um die gekaufte Schere benutzen zu können, ist somit eine selbige zunächst erforderlich.

  • Instagram @_kelly.geary_
  • Instagram @lady_crabb
  • Foto: Anna Boschner

Eine andere Userin kommentiert: „Meistens kaufe ich genau das, was ich nicht brauche. Das sind Teelichter. Mit leerem Einkaufswagen verließ ich Ikea noch nie“. Tatsächlich: Ikea Salzburg verkaufte in den letzten 15 Jahren eine halbe Million Teelichter, die scheinbar nebenbei in die Einkaufswagen wandern. Dazu kommen mehr als eine Million Fleischbällchen und 2,2 Millionen Hotdogs. So mancher ist sich sicher: „Ikea ist eigentlich kein Möbelhaus, sondern ein Hotdog-Stand, den man nur über ein großes Labyrinth erreicht.“

Über 27,5 Millionen Besucher in 15 Jahren Ikea Salzburg

Der 19. November vor 15 Jahren begann mit einem Kraftakt. Ikea-Einrichtungschefin Zuzana Miskeova und der damalige Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger stellten ihre Muskelkraft beim traditionellen Durchsägen eines Baumstammes unter Beweis. Das war der Startschuss für all jene verkleideten Besucher, die bei herbstlichen Temperaturen über Stunden ausgeharrt hatten. Sie strömten durch die Tore des Möbelhauses, nach eineinhalb Stunden zählte Ikea Salzburg bereits 8000 Besucher. Auf diese sollten in den folgenden 15 Jahren noch über 27,5 Millionen weitere folgen.

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Anna Boschner