Der Schnee als Stimmungsmacher

Nur jetzt wollen es alle weiß haben. Doch Weihnachten mit geschlossener Schneedecke sind relativ selten geworden.

Auf den Werbeprospekten  machen dick verschneite Landschaften Lust auf Winter, aus dem Radio ertönt „Let It Snow“, der Glühweinkonsum auf den Christkindlmärkten steigt bei Schneefall und Frost deutlich an. Spätestens mit jedem offenen Türchen am Adventkalender wird die Sehnsucht nach einer klischeehaften weißen Weihnachtszeit stärker. Jetzt sehen  selbst Winterhasser gerne ein paar Schneeflocken vom Himmel tänzeln.

Meteorologen haben naturgemäß keine große Freude mit Prognosen, die über den seriösen Zeitraum von etwa fünf Tagen hinausgehen. Man behilft sich mit groben Trends – und wenn selbst die zu unsicher sind, müssen eben Klimastatistiken der letzten Jahrzehnte herhalten. Die sind für Freunde weißer Weihnachten eher ernüchternd: In tiefen Lagen hat sich die Chance auf Schnee zu den Feiertagen in den letzten Jahrzehnten halbiert.

Grund dafür sind nicht nur die Klimaerwärmung, sondern auch die vielen kalten Winter der 1960er-Jahre. Von 1961 bis 1965 war das Land Salzburg zu Weihnachten fast jedes Jahr flächendeckend weiß, der Hl. Abend 1962 bescherte selbst der Landeshauptstadt eine 40 cm dicke Schneedecke. Für die letzten rund 30 Jahre gilt aber: Weiße Weihnachten sind relativ selten. Statistisch gesehen gibt es in der Stadt Salzburg nur jedes dritte Jahr am 24. Dezember eine geschlossene Schneedecke. Mit steigender Seehöhe steigt die Wahrscheinlichkeit für eine weiße Winterlandschaft deutlich an, vor allem in den engen Tauerntälern liegt sie deutlich über 50 Prozent.

Wetterverlauf

Wochenmitte: winterliche Temperaturen, aber kaum noch Neuschnee. 2. Wochenhälfte: mildere  Luft aus Westen, etwas  Schneefall oder Regen.

Aktivitätstipp:

Die frostigen Tage eignen sich, um bei Adventmärkten in Weihnachtsstimmung zu kommen. Als Alternative bietet sich ein Besuch in Therme oder Sauna an.