Was Joopi Heesters wusste: Knoblauch hält uns fit

In einem sind sich Joopi Heesters und die pharmazeutische Wissenschaft einig: Knoblauch kann was!

Heesters hat seine geistige Fitness stets seinem Knoblauchschnaps zugeschrieben und in seinem biblischen Alter von über 100 Jahren hat ihm das auch fast jeder geglaubt.  Knoblauch schützt unsere Blutgefäße vor Ablagerungen, das ist auch die offizielle Meinung der Pharmazie. Die Schwefelverbindungen im Knoblauch, das sind die, die nicht unbedingt gut riechen, sind Scharfstoffe, die durchaus mit einem Scheuermittel verglichen werden könnten. Die putzen uns die Arterien so richtig durch. Da ist die Volksmedizin auch schon lange draufgekommen und so hat sich ein Elixier entwickelt, wo wieder einmal der Erfinder nicht mehr nachvollziehbar ist. Da steckt die Weisheit der Vielen drin.

Wer selbst Knoblauch anbaut, steckt die Zehen Anfang Oktober oder irgendwann in den Wintermonaten in die Erde. Knoblauch braucht einen Kältereiz, um zu wachsen, und den hat er ja im Winter zur Genüge. Anfang Juli ist es dann soweit: er kann geerntet werden. Wolfgang Mayer baut selbst 50 verschiedene Knoblaucharten an und kennt sich da besonders gut aus, denn er sucht immer die besten Zehen für seinen Speck. Auf der Schranne am Wagen mit der Aufschrift Permakultur ist dann der Knoblauch mit und ohne Speck zu haben.

Knoblauch-Elixier selbst gemacht:

Und so wird das Knoblauch-Elixier gemacht: 30 Knoblauchzehen schälen und 5 unbehandelte Zitronen mit Schale in kleine Stücke schneiden. Alles im Mixer zerkleinern, mit einem Liter Wasser zum Kochen bringen und einmal aufwallen lassen. Dann abseihen, in eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Das Knoblauch Elixier wird kurmäßig über drei Wochen angewendet. Täglich ein Schnapsstamperl davon genießen, dann eine Woche pausieren und nochmals drei Wochen trinken.
Ob einem das Knoblauch-Elixier vor oder nach dem Essen besser bekommt, ist vom Magen abhängig. Wer einen eher trägen Magen hat, trinkt es als Aperitif, bei hitzigem, nervösem Magen eher als Digestif. Wohl bekomm’s!

Von Karin Buchart