Please Madame: „Musik ist unsere Therapie“

Nicht nur Mozart startete einst in Salzburg, sondern auch die Band Please Madame. In der Musikszene gilt sie als Geheimtipp.

Mit ihrem tanzbaren Indie Rock blicken die Salzburger Dominik, Martin, Niklas und Laurenz auf ein Jahr voller Highlights zurück. Im Interview erzählen sie was hinter ihrem neuen Album „Young Understanding“ steckt, von ihren peinlichsten Momenten auf der Bühne und warum es ein Geheimnis hinter ihrem Bandnamen gibt.

Please Madame haben einen Sommer voller Auftritte hinter sich. Foto: Simon Laabmayr

SF: Bei euch hat sich 2018 einiges getan. Ihr habt ein neues Album herausgebracht und  seid auf dem Frequency-Festival aufgetreten. Was zählt noch zu euren persönlichen Highlights?

Dominik: Das waren auf jeden Fall die beiden größten. Vor allem das neue Album zählt zu meinen Highlights. Viel größer kann es als Band kaum werden.
Niklas:  Der Festivalsommer war außerdem echt super, wir hatten viele coole Auftritte.
Dominik: Ja stimmt. Wir haben in diesem Jahr viel an Routine dazugewonnen und sind erstmals mit einem richtigen Team aus Ton- und Lichttechnikern auf Tour gewesen.

SF: Was ist das Spannende am Tourleben?

Martin: Der Ausnahmezustand. Da prasselt so viel auf dich ein, an Leuten und Städten. Das ist eine coole Zeit, die so schnell vergeht, dass man sich im Nachhinein gar nicht mehr an alles erinnern kann.
Laurenz: Von den Städten sieht man aber leider wahnsinnig wenig. Zum Glück konnten wir uns aber bei unseren Auftritten in Berlin und Hamburg ein bisschen Zeit nehmen, um uns etwas anzuschauen.

SF: Seid ihr vor euren Auftritten aufgeregt? Wenn ja, was hilft dagegen?

Niklas: Bier hilft (lacht).
Laurenz: Ich bin schon immer nervös. Meistens schon zwei Stunden davor.

SF: Ist euch schon einmal etwas Peinliches auf der Bühne passiert?

Niklas: Ja klar. Das beste Beispiel ist mir vor eineinhalb Monaten in Stuttgart passiert. Nach dem Intro, das ich auf dem Keyboard spiele, bin ich auf dem Weg zurück zum Schlagzeug über einen Gitarrenverstärker gestolpert. In dem Moment war es total ruhig und jeder hat auf mich geschaut. Ich war in dem Moment total hilflos, da ich nicht wusste wie ich das Ganze jetzt wieder montiere. Das war mir schon ultrapeinlich.
Dominik: Drei Sekunden später haben wir aber wieder gelacht.

SF: Euer Album heißt „Young Understanding“. Muss die junge Generation lernen die Älteren zu Verstehen oder andersherum?

Dominik: Eher wir uns selbst.  Beim Schreiben des Albums stellten wir uns immer wieder die Fragen: „Was bewegt uns?“ und „Was ist uns wichtig?“.
Niklas: Musik zu machen ist für uns ein bisschen Selbsttherapie. Das klingt zwar komisch, ist aber so. Schließlich singen wir über Themen, die uns selbst bewegen und über die wir viel miteinander reden. Das klingt jetzt aber viel trauriger als es ist.

SF: In Interviews macht ihr immer wieder ein Geheimnis aus der Entstehung eures Bandnamens.

Martin: Das ist eindeutig unsere Marketing-Strategie (lacht).
Niklas: Ganz im Ernst, ich spiel in der Band und weiß es selbst nicht. Der Name ist und bleibt ein Mysterium.

SF: Wie beschreibt ihr eure Musik?

Niklas: Das Genre ist Indie Rock. Die Songs von beiden Alben sind rockig, poppig und mit natürlich ganz viel Liebe geschrieben.

SF: Und was sind eure Pläne für das kommende Jahr?

Dominik: So wie es aussieht,  wird es ein guter Festivalsommer. Vielleicht gibt es gegen Jahresende eine Single, aber wir wollen nichts versprechen.

 

Anna Boschner