Hochdruckgebiete auf Wanderschaft

Die Reise zu den Rentieren. Das mächtige Hoch über Mitteleuropa hat sich in Richtung Norden verabschiedet.

Warum hat sich bei uns jetzt erstmals deutlich kältere Luft durchgesetzt? Einige Wochen war es jetzt im Alpenraum zu mild und auch zu trocken, teils sorgte markanter Föhn für zusätzliche Erwärmung. Eine Begründung kann man durchaus in weiten Teilen der Nordhalbkugel finden. In den letzten Wochen nistete sich über Westeuropa oft markanter Tiefdruckeinfluss ein, welcher den Alpenraum meist vorderseitig in eine kräftige und warme Süd- bis Südwestströmung brachte. Vor allem der massive Föhn Ende Oktober blieb dabei wesentlich in Erinnerung.

Massive Niederschläge stauten sich an der Alpensüdseite, im Norden wütete der Föhn. In Summe konnte sich bis weit in den November hinein bei uns die milde Luft halten, darunter sammelte sich in den Tälern und Becken jahreszeitengemäß kühlere Luft mit Nebel an. Jetzt sieht die Sache aber anders aus. Markante Tiefdrucktätigkeit hat sich letzte Woche viel weiter westlich auf dem Atlantik ausgetobt, was wiederum ein mächtiges Hoch über West- und Mitteleuropa stützte. Nun wollte dieses Hoch aber gerne mal Skandinavien besuchen und schaut sich nun die Rentiere in Lappland an. Und wenn man südlich am Rand eines mächtigen Hochs sitzt, dann bekommt man meist eine nordöstliche bis östliche Strömung ab. Das hat die bereits lauernde Kaltluft über Russland ausgenützt und sich in Richtung Österreich in Bewegung gesetzt. Ein bisserl Tiefdruckeinfluss mit Schnee dazu und schon ist der Weg in Richtung Winter geebnet. Vor allem auf den Bergen konnte man endlich die Schneekanonen in Schwung bringen. Dank dem hochdruckmäßigen Reisetrip nach Skandinavien!

Aktivitätstipp:

Vor allem am Morgen kann es oft sehr frisch sein. Ein warmer Tee hilft, gut in den Tag zu starten und die Erkältungsgefahr ein wenig zu senken .

Wetterverlauf in dieser Woche:

Kalt und unbeständig, ab und zu ist vor allem im Gebirge mit Schneefall zu rechnen.