Googeln nach Betäubungsmitteln, Überdosis, Äther

Am 19. Juli 2016 wurde der wohlhabende Immobilienbesitzer und Privatier Roland Krenn vermutlich durch Ersticken getötet. Drei junge Beschuldigte wurden zu sieben bis 16 Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig). Lisa Maiers Verteidiger Kurt Jelinek  führt in seiner Berufung aus, dass die Aussagen des Erstbeklagten Reinhard Hammetseder (fiktiver Name) nicht mit der Rufdatenauswertung der Handys in Einklang zu bringen seien.
Am 19. Juli fuhr Lisa Maier in die Christian-Doppler-Klinik, „weil es ihr psychisch schlecht ging“. Man empfahl ihr ein Antidepressivum und das Schlafmittel Noctamid, über das sie sich gegen 14.15 Uhr  in ihrem Google-Account am Handy erkundigte. Um 16.34 Uhr kaufte sie in der Apotheke in Obertrum Noctamid 1 mg –  für sich selbst, wie sie sagt. Ihr Freund war bei den Fahrten dabei. Zeitgleich um 16.33 und 16.34 erfolgten weitere Anfragen auf Lisas Handy („Noctamid stark?“) und von 17.30 bis 17.45 Uhr abermals („Noctamid Alkohol“, Noctamid Überdosis“, „Noctamid 10 mg“ und „Äther“). Die Anfragen sind laut dem Verteidiger dem 25-Jährigen zuzuordnen, der Spuren legen wollte und Codes und Fingerprint für das Handy seiner Freundin hatte. Er suchte bereits am Tag zuvor im Internet nach Betäubungsmitteln („Äther“) und dem Schmerzmittel „Tramadol, Tramabene mit Alkohol“. Rückstände dieses Medikaments wurden in Krenns Magen gefunden. Nicht aber Noctamid, das Krenn laut Hammetseder bei einem angeblichen Abendessen in drei Pralinen verabreicht wurde. Lisa Maiers Verurteilung beruht maßgeblich auf der Auswertung ihres Google-Accounts.