Was steht heute auf dem Speiseplan?

Die Nebelsuppe als klassisches Gericht. Der momentan oft zu sehende Nebel kann auf zweierlei Arten entstehen.

Die „Nöwesuppn“, wie es in meiner oberösterreichischen Heimat heißt, steht momentan oft auf dem Speiseplan. Dabei kann hier unterschiedlich gekocht werden: Das Menü Strahlungsnebel entsteht aufgrund der nächtlichen Abkühlung der untersten Luftschichtung. Der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert und lässt die Sichtweite markant sinken. Vor allem in wolkenarmen und windschwachen Nächten bildet sich dieser, vertikal oft nur wenige Meter dicke Nebel. Meist löst er sich bald auf. Definiert ist Nebel mit einer Sichtweite von unter einem Kilometer.

Eine weitere Zubereitungsart ist der Advektionsnebel. Dabei wird warme, feuchte Luft über eine kalte Oberfläche geführt. Die untersten Luftschichten kühlen merklich ab und es  beginnt dann der Wasserdampf in der Luft zu kondensieren. Hier darf ruhig mehr umgerührt werden, sprich bei mehr Wind wird die Luft besser durchmischt. Somit kann der Nebel eine vertikal mächtigere Ausdehnung erreichen und ganze Berge verschlucken.

Bei einer klassischen Inversionswetterlage mit milder Luft und Sonnenschein auf den Bergen bleibt die kalte und feuchte Nebelluft beständig in den Tälern und Becken liegen. Ein großes Problem ist dabei die Tag für Tag ansteigende Schadstoffkonzentration in engen Tälern und Becken, welche in die Suppe spuckt. Speziell das Tiroler Inntal ist so ein Fall. Die dortige Bevölkerung hofft dann auf erlösenden Föhn, der die Suppe auslöffelt und quasi „ausputzt“. Auch eine atlantische Kaltfront mit frischer Luft wäre hier hilfreich. Sonneneinstrahlung und bodennahe Erwärmung kann flachen Nebel wirksam auflösen lassen. Mahlzeit!