Die besten Tipps zum Energie sparen

Ausgaben für Wohnen, Wasser und Energie gehören zu den stärksten Preistreibern, was die privaten Haushaltsausgaben betrifft.

Laut Statistik Austria lagen die Preise für Haushaltsenergie im September 2018 um 2,9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, Heizöl kostete gar um 19,6 Prozent und Fernwärme um 2,4 Prozent mehr. Die Strompreise sind mit einer Erhöhung von 0,1 Prozent relativ stabil, Gas ist sogar um 5,7 Prozent billiger geworden.

Ein sparsamer Umgang mit den angesprochenen Ressourcen spart nicht nur Geld, sondern kommt auch der ohnehin stark belasteten Umwelt zugute. Speziell ältere Gebäude verfügen im Bereich Heizung und Warmwasseraufbereitung über ein enormes Einsparpotential.

Ein Großteil der installierten Heizungen sind technisch überaltert und verbrauchen unnötig viel Energie. Allein durch den Einbau eines neuen Brennwertkessels lassen sich bis zu 20 Prozent an Energie, Co2 und Heizkosten einsparen. Sinnvoller ist allerdings gleich der Umstieg auf alternative Energieformen wie Pellets, Erdwärme oder Gas.

Ein erster Schritt, Energiekosten zu sparen, ist mit einer ordentlichen Wärmedämmung sowie hochwertigen Fenstern und Türen getan. Wichtige Hinweise für zweckmäßige Sanierungsmaßnahmen liefern die Experten der Energieberatung des Landes (Tel. 0662-8042−3151) oder ein Energieausweis.

Ganz allgemein gilt:

  1.  Obere Geschoßdecke dämmen
  2.  Fenster sanieren oder tauschen
  3. Kellerdecke dämmen
  4.  Außenwände dämmen
  5.  Heizung sanieren

Auch neuere Fenster sollten vor Beginn der Heizperiode von einem Fachmann überprüft und nötigenfalls richtig eingestellt werden. Wichtig ist, dass keine Luft zwischen außen und innen zirkulieren kann. „Das sorgt für mehr Behaglichkeit und ein besseres Wohngefühl im Raum“, erklärt der Profi von „[1st] Fenster Service“ und versichert zudem: „Die regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer der Fenster, macht sie weniger anfällig für Reparaturen und spart Energie. Auch ein Glastausch kann den Energieverbrauch senken.“

Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird

Mit einigen Maßnahmen kann man auch ohne große Investitionen viel erreichen. Selbst wenn man es nicht glauben mag – ECO-Programme bei Waschmaschinen oder Geschirrspülern verbrauchen tatsächlich weniger Energie, obwohl sie länger brauchen. Das liegt daran, dass Sparprogramme mit einer niedrigeren Temperatur arbeiten.

Rund drei Viertel des Energieverbrauchs einer Waschmaschine bzw. Spülers gehen nämlich fürs Erhitzen des Wassers drauf. Eco-Programme laufen dagegen nur für eine sehr kurze Zeit auf hoher Temperatur und arbeiten die restliche Zeit mit niedrigeren Werten. Außerdem brauchen sie auch weniger Wasser.

Damit Geschirr bzw. Wäsche trotzdem richtig sauber werden, wird die „fehlende“ Temperatur durch eine längere Waschzeit ausgeglichen. Bei Spülmaschinen hat das Waschen mit niedrigerer Temperatur noch einen Vorteil: Töpfe, Pfannen und Gläser werden schonend eingeweicht, temperaturempfindliches Geschirr geschont. Wichtig auch: Nur spülen, wenn die Maschine voll ist.

Auch Kühlschrank und Gefrierer können wahre Energiefresser sein. Daher folgende Punkte beachten: Das Gerät sollte mindestens das Energielabel A++ oder A+++ aufweisen. Nicht mehr als nötig kühlen. Eine Kühltemperatur von 7° C ist völlig ausreichend. Mit jedem Grad weniger werden vier Prozent mehr Strom verbraucht.

Lassen Sie warme Speisereste immer zuerst auskühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Vermeiden Sie häufiges und langes Öffnen des Kühlschranks. Außerdem darauf achten, dass sich keine Heizkörper oder Geräten, die Wärme abstrahlen, in der Nähe befinden.

Und: Man muss nicht für alles einen Herd benutzen. Wasserkocher, Eierkocher und Kaffeemaschine verbrauchen rund 40 Prozent weniger Energie als eine elektrische Herdplatte. Kleinere Speisen oder auch Getränke wärmt man am besten in der Mikrowelle auf.

Nicht bei allen Gerichten ist es notwendig, den Backofen vorzuheizen. Schaltet man diesen kurz vor Ende der Backzeit aus, kann man – wie auch beim Herd – die Restwärme nutzen. Prinzipiell gilt: Heißluft ist günstiger als das Braten oder Backen mit Ober- bzw. Unterhitze. Auch neue Töpfe und Pfannen helfen beim Energiesparen. Sie speichern die Wärme länger und haben durch einen ebenmäßigen Boden mehr Kontakt zur Herdplatte.

Von Michaela Pircher