Bergeinsamkeit im Toten Gebirge

Die Ruhe genießen am Gamskogel: Die Hochflächen des westlichen Toten Gebirges gehören zu den stillen Teilen des Salzkammergutes.

Wer hier im Herbst unterwegs ist, wird auch bei schönem Wanderwetter oft kaum mehr als eine Handvoll Leute treffen. Nur unten im Rettenbachtal ist noch etwas mehr los: Vor allem Mountainbiker schätzen die Strecke von Bad Ischl ins Ausseerland.

  • Der Loser ist beim Anstieg auf den Gamskogel die dominierende Berggestalt. Foto: Thomas Neuhold
  • Am Gamskogel-Gipfel. Links dahinter die Silhouetten von Sandling, Sarstein und Dachstein. Foto: Thomas Neuhold
  • Im Oktober wird die Hinteralm winterfest gemacht. Foto: Thomas Neuhold

 

Ausgangspunkt

Rettenbachalm im Rettenbachtal (629 m). Zufahrt von Bad Ischl (Ausfahrt Süd nehmen), dann den Wegweisern folgen.

Route

Vom Parkplatz über den Jagling-Bach und dann (Wegweiser) am Weg Nr. 222, teilweise auch etwas steiler, nach Nordosten. Die Almstraße wird mehrmals gequert, bis man zur schön gelegenen Wurzerhütte kommt. Von dieser nach Nordost am Wanderweg oder auf der Almstraße zur Hinteralm.

Von der Hinteralm (Wegweiser) führt der Steig über den Bach nach Nordost stetig steigend durch den Wald bergauf. Über die Weiden unter dem Predigkogel in eine Senke östlich des Predigkogels weiter und durch Latschen in einem Bogen auf Süden drehend zum Gipfelkreuz des Gamskogel (1628 m). Abstieg wie Anstieg.

Variante

Eine interessante Variante als Einzeltour (950 Höhenmeter, 2,5 Stunden) oder als Draufgabe ist der Rotkogel (1589 m). Wie oben zur Hinteralm, dann aber (Wegweiser) nach Norden die Wiese hinauf, den Bach queren und durch ein kleines Waldstück auf eine feuchte Wiese und über einen Absatz auf eine feuchte Ebene. Hier sind die Markierungen etwas spärlich, man hält sich aber einfach nordwärts auf den gut sichtbaren Steig zu. Dieser führt in den Sattel zwischen Predigkogel im Osten und Rotkogel im Westen – auf der AV-Karte ist dieser breite Sattel mit „Himmel“ bezeichnet.

Bei einigen auffallenden Findlingen verlässt man den markierten Weg und quert in den Südosthang des Rotkogels. Weiter geht es entlang von Steigspuren durch Erlen auf den Gipfelrücken und auf den höchsten Punkt.

Abstieg wie Anstieg. (Anmerkung: Auf älteren Karten führt der markierte Steig noch westlich des Rotkogels vorbei, es wurde aber ummarkiert und man geht nun östlich des Rotkogels in den „Himmel“. Eine entsprechende Wegkarte findet sich auch auf der Infotafel beim Rettenbachalm-Parkplatz.)

Wissenswertes

Anforderung: Einfache Bergwanderung, 1000 Höhenmeter und 3 Stunden Anstieg.

Ausrüstung: Wanderausrüstung.

Karte: AV-Karte Nr. 15/1, Totes Gebirge – Westliches Blatt“.

Literatur: Clemens M. Hutter, „Wanderatlas Salzburg-Berchtesgaden“, Pustet, 2010.

Einkehr: Rettenbachalm bis Anfang November geöffnet, www.rettenbachalm.info