„Es gibt nichts Gutes, außer wir tun es . . . “

Was uns – nicht nur – Erich Kästner lehrt. Zwei Zitate. Geliefert von zwei echten Kapazundern. 

Das eine stammt von Marcel Reich-Ranicki, dem 2013 verstorbenen und Zeit seines Lebens aufrechten, oft zornigen Schutzbefohlenen guter Literatur. Er merkte über den großen Erich Kästner an, dieser sei „Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist“.

Was für eine schöne Metapher das ist! Und wie gut dieses Bild in unsere Tage passt. Denn, ganz ehrlich – und geht es Ihnen nicht auch so? – oft genug plagt einen in Zeiten wie diesen durchaus bohrender Zweifel, ob denn da noch wirklich alles mit rechten Dingen zugeht, auf diesem schönen Erdenrund.

Diese Zweifel sind es, die sich bei manchen Menschen wie dunkle Wolken auf die Seele legen. Die ihnen das Leben schwer machen. Die wie ein Stein auf dem Alltag lasten und ihn blockieren. In Form einer Depression. Oder in Form einer anderen seelischen Krankheit. Wie gut tut es da zu lesen, dass es Salzburgerinnen und Salzburger gibt, die sich für solche Menschen einsetzen. Freiwillig. Ehrenamtlich. Mit ganzer Kraft. Aber durchaus mit der richtigen Portion Humor.

Zitat Nummer zwei kommt von Erich Kästner selbst. Der millionenfach gelesene Autor wunderbarer Kinderbücher goss einen simplen Umstand in ein simples Zitat: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Und noch ein zweites positives Beispiel neben dem der Peer Gruppe finden Sie in diesem Salzburger Fenster.
Und zwar im Bericht über die so genannte „Green WG Challenge“, einer Art Wettkampf, bei dem es im Grunde nur Sieger gibt.

Bei den Akteuren handelt es sich um junge Menschen, die in Salzburg studieren. Sie zeigen mit positiven Beispielen im eigenen Alltag auf, dass es sich durchaus nachhaltig leben lässt, in so einer Studenten-WG. Und dass so ein „grünes“ Leben durchaus richtig Spaß machen kann.

All das getreu dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ In diesem Sinne: Lassen sie uns gemeinsam viel Gutes tun!

Von Heinz Bayer