Gute Nacht! Einschlaf-Hürden überlisten

Vier Kräuter ergeben einen Tee, der einen in den Schlaf befördert: Lavendel, Zitronenmelisse, Hopfen und Baldrian.

Wenn die Gedanken noch im Büro sind und die Beine schon auf der Ofenbank, dann ist es ungemütlich. Dann ist es höchste Zeit, die Plagegeister aus dem Kopf zu vertreiben. Doch das ist natürlich viel einfacher gesagt als getan. Denn wenn unser Gedankennetzwerk einmal richtig in Schwung ist, lässt es sich kaum mehr bremsen. Da hilft es auch nicht noch einen Krimi anzuschauen und zu guter letzt noch die schlechten Nachrichten.

In unserem Kräuterfundus gibt es vier Pflanzen, die das Einschlafen anstoßen, so nennen es die Experten zumindest. Vier Pflanzen, die sogar bei uns gut wachsen, nicht alle wild, aber immerhin. Zuerst ist das der Lavendel, der aus dem heißen Süden zu uns gekommen ist und sich prächtig eingelebt hat. Mit seinen ätherischen Ölen hebt er tatsächlich den Serotoninspiegel im Gehirn. Und das bedeutet: entspannen, wohlfühlen und loslassen. Auch die Zitronenmelisse kommt aus südlicheren Ländern und hält unser Klima gut aus. Die wirkt so richtig beruhigend.   Den Hopfen kennen wir zwar hauptsächlich vom Bier, er ist aber auch ohne Malz und Alkohol genießbar. Er beruhigt, entkrampft und löst Ängste. Der vierte im Bunde ist die Wurzel vom Baldrian mit seinem typischen, intensiven Duft.

Alle vier Kräuter zusammen wirken genial: sie helfen, die Schlafhürde zu packen! Aber Achtung, eines ist noch wichtig. Damit die Wirkung auch eintritt, muss der Tee über mehrere Wochen getrunken werden. Da heißt es durchhalten. Ein paar Stunden hält er dann auch an, manchmal nicht die ganze Nacht, naja. Dafür stört er die morgendliche Frische nicht, weil bis da hin ist die Wirkung bestimmt vorbei.
Wer jetzt noch über das Mischungsverhältnis grübelt, da kann ich nur sagen, so genau ist das auch wieder nicht. Den Schlaftee kann sich jeder nach seinem Geschmack mischen.

Von Karin Buchart