Fünf Tipps, was man in die Jausenbox packen kann

Für 21.714 Salzburger Volksschüler hat diese Woche die Schule begonnen. Und damit die Not mit der gesunden Jause in der Pause.

Viele Eltern plagt die allmorgendliche Frage, welche Jause man dem Kind in die Schule mitgeben könnte. Das Essen soll schmecken, sonst kehrt es womöglich ungegessen wieder nach Hause zurück. Der Spagat zwischen gesund und gut ist für Eltern oft nicht einfach.

Doch nicht nur das: „Die häufigsten Fehler bei der Ernährung der Kinder liegen darin begründet, dass in der Früh meistens die Zeit fehlt, eine gesunde Jause herzurichten. Dann wird auf Fertigprodukte und sogenannte Kinderlebensmittel zurückgegriffen, oder schnell beim Bäcker eine Wurstsemmel oder ein Kipferl besorgt“, weiß die Salzburger Ernährungsberaterin und Buchautorin Miriam Schaufler.

Häufig würden deshalb Knabbernossi, fertige Fruchtsmoothies, stark zuckerhaltige Schokoladenriegel, Milchschnitten oder Kinderjoghurts in die Jausenbox gesteckt.

„Fertigprodukte haben viel Zucker und machen Müll“, weiß Ernährungsberaterin Miriam Schaufler. Foto: privat

Miriam Schaufler erklärt, warum diese eigentlich nichts in einer Schultasche verloren haben sollten: „Leider enthalten diese Lebensmittel zu viel Zucker und Fett und liefern damit viel mehr Energie als das Kind benötigt.“ Die Kleinen werden zappelig, was dem konzentrierten Lernen nicht gerade dienlich ist.

Auch bei den Getränken sollte man aufpassen: In vielen Schultaschen finden sich Limonaden, unverdünnte Fruchtsäfte oder Eistee. „All diese Lebensmittel sind eher als Süßigkeiten zu betrachten und sollten auch so eingesetzt werden. Zudem produzieren sie sehr viel Müll“, gibt Schaufler zu bedenken.

Fünf Tage Schule, fünf Mal gesunde Jause

Womit kann man nun als Vater oder Mutter ruhigen Gewissens die Jausenbox füllen? Um die Ernährung in der Schulwoche abwechslungsreich zu gestalten, gibt Schaufler fünf Tipps – damit nicht jeden Tag eine Wurstsemmel die Jausenpause bestimmt.

  • Montag: Vollkornbrot mit Frischkäse-Aufstrich oder etwas Butter und Käse, Apfelspalten
  • Dienstag: Vollkornbrot mit Leberstreichwurst (1:1 mit Topfen gemischt, reduziert den Fettgehalt), 1 Handvoll Nussmischung
  • Mittwoch: Joghurt mit 1-2 TL Müsli, dazu Erdbeeren oder andere Beeren
  • Donnerstag: Brot mit Butter und Schnittlauch, Gemüse-Fingerfood (verschiedenes Gemüse in Streifen geschnitten)
  • Freitag: Obst- und Gemüsespieße mit Topfen-Dip (2 EL Topfen mit 2 TL Milch verrührt), dazu Knäckebrot

Als Getränk sollten ausschließlich Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees oder mit Mineralwasser gespritzte Fruchtsäfte (3:1) mitgegeben werden. Die genannten Beispiele für die Jausenbox sind schnell hergerichtet und auf die Ernährungsbedürfnisse des Kindes zugeschnitten.

Bei den empfohlenen Mengen kann man sich am Handmodell orientieren: 1 (Kinder-) Handvoll = 1 (kindgerechte) Portion.

Von Petra Suchanek