Die Stadt gehört wieder sich selbst

 . . . und wird reich beschenkt. Stimmt. Salzburg ist eine Kulturstadt von Rang. Im Sommer. Während der Festspiele.

Da mutiert dieses kleine Salzburg für mehrere Wochen zum Epizentrum der Kulturwelt. Täuscht am End’ der Eindruck, oder ist in dieser kurzen Zeitspanne während des Sommers ein wenig Stolz auf den Gesichtern zu lesen, wenn jemand gefragt wird: „Wo kommst du eigentlich her?“ und sie oder er antworten kann: „Aus Salzburg!“

Ja, und war’s das jetzt wieder? Ist nach dem Ende der Festspiele der Zauber verflogen? Für ein ganzes Jahr? Keinesfalls – und ganz im Gegenteil. Die hohe Lebensqualität, die Salzburg seinen Bewohnern bietet (vom Dauerstau und zu teuren Wohnungen einmal abgesehen), geht vor allem auch auf das Konto zahlloser kleinerer und größerer Kulturinitiativen. Kunst durchflutet die Stadt das ganze Jahr.

Ob Theater, Literaturhaus, Galerien, Rockhouse, die ARGEkultur oder das Jazzit – um nur einige zu nennen –, sie stiften Identität. Sie liefern Kultur in hoher Qualität – meist tun sie es zum Selbstkostenpreis.

Sie liefern Gesprächsstoff und „Futter“ für Seele und Geist. Das sollte vielleicht verstärkt bedacht sein, wenn jetzt im Herbst über Budgets verhandelt wird.