Gänsefingerkraut und Milch mögen sich

Ein bewährtes altes Mittel gegen Krämpfe ist das Gänsefingerkraut. Zusammen mit Milch tut es besonders gut.

Anserinenmilch klingt doch wirklich interessant? Der Name besingt eine uralte Kombination: Milch und Gänsefingerkraut. Der lateinische Name des Pflänzchens ist Potentilla anserina. Und es ist weit verbreitet in Salzburg, oft kämpft es sich durch unwirtliche, schottrige Plätze oder durch den harten Wegesrand. Seine Blätter schimmern silbrig und seine Blüten leuchten hellgelb.

Heutzutage sollten wir dieses Kraut wieder auspacken und uns damit befassen, es ist nämlich eines der besten entkrampfenden Heilpflanzen. Krampfkraut wird es auch genannt, was seine Hauptwirkung gleich zum Ausdruck bringt.
Besonders spannend ist die Kombination mit Milch. Milch ist eine Fett-in-Wasser-Emulsion und holt deshalb fettlösliche und wasserlösliche Inhaltsstoffe aus dem Gänsefingerkraut heraus. Und dann kommt noch eines dazu: Dem Gänsefingerkraut wird nachgesagt, dass es die Kalziumaufnahme verbessert, wobei die Milch das Kalzium gleich in bester Form mitliefert! Das Gänsefingerkraut gilt als Einschleuserpflanze für diesen Mineralstoff. Das klingt so gut, dass es einen Versuch wert ist, auch wenn die Wissenschaft unwissend dreinschaut bei diesem Thema.
Für die Anserinenmilch wird das frische oder getrocknete Gänsefingerkraut für zehn bis 15 Minuten in warme Milch gesteckt.

Entkrampfende Milch empfiehlt sich natürlich am Abend. Vielleicht mit ein wenig Honig? Oder noch einen Hauch Melisse oder Lavendel? So kommt die einschlaffördernde Honigmilch in verstärkter Version zu neuen Ehren. In einer Zeit, wo nicht viel gutes über Milch geschrieben steht!

Von Karin Buchart