Hitze: Wann, wenn nicht jetzt?

Die Hitzewelle hält noch bis Donnerstag an. Am meisten schwitzen bei der momentanen Hitze die Gletscher.

Die seit über einer Woche anhaltende Hitzewelle ist pünktlich. Sie tritt während der „Hundstage“ auf – also in einem Zeitraum, in dem auch die im langjährigen Durchschnitt höchsten Temperaturen des Jahres gemessen werden.

Die Hitze erreicht zwar nicht das Niveau von 2013 – damals wurde in Salzburg/Freisaal mit 38,6° die höchste jemals im Bundesland gemessene Temperatur aufgezeichnet –, dennoch machen bemerkenswerte Fakten den fortwährenden Trend zur Erwärmung des Salzburger Klimas deutlich: Seit April waren alle Monate zum Teil deutlich zu warm, den Vogel hat dabei der extreme April abgeschossen. Im Norden des Landes wurden in diesem Jahr bislang schon doppelt so viele heiße Tage mit Temperaturen über der 30-Grad-Marke verzeichnet als üblicherweise in einem gesamten Jahr. In der Landeshauptstadt waren es bis Mitte dieser Woche schon 25 solcher schweißtreibender Tage – üblich sind nur zehn davon. Der Rekord aus dem Jahr 2015 mit 44 heißen Tagen bleibt aber unerreicht.

Die extreme Hitze dieses Sommers setzt vor allem auch den Salzburger Gletschern stark zu.  Bild: Heinz Bayer

Was bei hitzeempfindlichen Menschen die Nerven blank liegen lässt, sorgt auf den Salzburger Gletschern für blankes Eis: Aufgrund der seltenen Schlechtwetterphasen mit niedrigeren Temperaturen ist der schützende Winterschnee seit längerer Zeit weitgehend abgeschmolzen, zum Vorschein kommt das dunklere Gletschereis. Dunkle Oberflächen absorbieren mehr Sonnenenergie und erwärmen sich stärker, das Schmelzen verstärkt sich. Die Gletscher verlieren während Hitzewellen stark an Länge und Masse, an extrem heißen Tagen schmelzen mehr als 10 cm Eis.

Diese Woche:

Die Hitzewelle hält bis Donnerstag an. Dann sickert kühlere Luft ein. Sinkende Temperaturen bei erhöhter Niederschlagsneigung.

Aktivitätstipp:

Die letzten extrem heißen Tage verbringt man am besten entspannt an einem kühlen Platz im Garten oder am See. Nach der Abkühlung gibt es endlich wieder einmal Gelegenheit, Liegengebliebenes aufzuarbeiten.

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