Tennengebirge klassisch: Tauernscharte und -kogel

Der Anstieg über die Tauernscharte ist der einfachste in das zentrale Tennengebirge und ist sommers wie winters ein echter Klassiker.


Völlig zu Recht: Die Szenerie zwischen Napf und Tauernkogel gepaart mit den grünen Matten des Bischlings und dem unendlich weiten Blick in die Tauern hinein ist bei gutem Wetter atemberaubend.

  • Gemütlicher Rastplatz: Die Hackel-Hütte (bei manchen immer noch als Sölden-Hütte bekannt). Foto: TN
  • Am Gipfel des Tauernkogel hat man oft tierische Gesellschaft. Foto: Thomas Neuhold
  • Blick vom Tauernkogel zu den Nachbargipfeln: Eiskogl, Schubbühel, Schartwand, Briedkogel (v.l.). Foto: TN

 

Oben hat man dann gleich eine handvoll Gipfel zur Auswahl und beim Rückweg ist die Einkehr auf der Hackel-Hütte fast Pflicht. Auf der Hütte, die bei den Älteren immer noch Sölden-Hütte heißt, war Sepp Forcher in seiner Jugendzeit zuhause, Herbert Gschwendtner war hier lange Jahre Wirt. Heute wird sie von Maria Gstatter bewirtschaftet.

Ausgangspunkt

Parkplatz in der Wengerau (961 m). Zufahrt über Werfenweng. Werfenweng ist auch gut mit Zug/S-Bahn und Bus oder mit Zug/S-Bahn und einem Sammeltaxi erreichbar: www.tourenautofrei.at oder www.werfenweng.eu

Route

Vom Parkplatz entlang der Markierung Nr. 201 über die Wiesen nach Nordosten, dann steiler durch den Wald (Stüdldenkmal) bis zur einer Wegteilung (Wegweiser). Hier nimmt man die linke Abzweigung (Stufen) und geht in Kehren zur Hackel-Hütte (1526 m) hinauf.

Bald hinter der Hütte eine lange Hangquerung bis unter die Schuttfelder der Tauernscharte. Der weitere Anstieg führt nun direkt nach Norden bis in die Tauernscharte (2103 m) hinauf.

Dabei wird auch ein schmaler Durchschlupf unter den Abstürzen des Napf passiert – auf der Rückseite befindet sich eine kleine Felsenkapelle, die an einen in jungen Jahren verunglückten Alpinisten erinnert. Auf den Tauernkogel nun direkt dem Steig nach Südosten bis zum Kreuz folgen (Vorsicht bei Nässe, nach Norden kurz auch Absturzgefahr). Abstieg wie Anstieg.

Varianten

Von der Tauernscharte nach Nordwesten in eine Senke absteigen und über die Ostflanke auf den Eiskogl (2321 m).

Auch Briedkogel (2316 m) und Schartwand (2339 m) können einfach bestiegen werden. Auf die beiden Gipfel führen freilich keine markierten Steige – nur vereinzelte Steigspuren leiten über die Südwestflanken auf die Gipfel.

Variante alpin

Ein sehr reizvoller Anstieg ist der Schneiderleitensteig: Dieser unmarkierte Anstieg führt von der Wengerau nach Norden unter die Steinwand, an den Abstürzen der Wermutschneid vorbei in die Wenger Scharte und entlang des markierten Steiges nach Südosten Richtung Tauernscharte

(Orientierungssinn und alpine Erfahrung notwendig; genaue Tourenbeschreibung siehe Literaturtipp).

Wissenswertes

Anforderung: Mittelschwere Bergwanderung, 1250 Höhenmeter und 3,5 Std. im Anstieg.

Ausrüstung: Wanderausrüstung.

Karte: AV-Karte Nr. 13, „Tennengebirge“, 1:25.000.

Literatur: Thomas Neuhold, „100 Tagesrundtouren“, Verlag Pustet, Salzburg 2012.

Einkehr: www.hackelhuette.at