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Neues Start-Up aus Salzburg: Zwei Mütter informieren online über kinderfreundliche Betriebe.

Der Name ist Programm: „Kids-welcome“ nennt sich die Plattform von Simone Wolf und Bettina Frigger, die im April dieses Jahres online gegangen ist. Die beiden Frauen wollen einen Überblick über kinderfreundliche Unternehmen quer durch alle Branchen bieten.

Als Mutter eines zwölfjährigen Sohnes weiß Wolf aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, dass ein Kind sich wohlfühlt, wenn man mit ihm unterwegs ist. Nur so können sich auch die Eltern entspannen.

Gemeinsam mit ihrer Freundin Bettina Frigger aus Mondsee, Mutter eines vierjährigen Sohnes und einer sechsjährigen Tochter, machte sich die Salzburger Juristin im Vorjahr auf, ihre Vision ein Stück Realität werden zu lassen.

Sie entwickelten  eine Online-Plattform, auf der sich Unternehmen präsentieren können – mit einem Foto und Imagetext heben diese hervor, was sie in Sachen Kinderfreundlichkeit auszeichnet. 195 Euro im Jahr kostet ihnen der Eintrag, die Unternehmen bekommen zudem ein Siegel in Form einer Acrylglasplakette, das sie aushängen können.

Hat der Tischler Wickelplatz, die Apotheke eine Spielecke?

Wolf und Frigger suchen die Betriebe persönlich auf, um sich von deren Kinderfreundlichkeit zu überzeugen. Zum Teil nehmen sie auch ihre Kinder zum Testen mit. „Das oberste Gebot ist, dass die Mitarbeiter kinderfreundlich sind, eine Spielecke allein macht es noch nicht aus“, so Wolf.

Dann ist die gebotene Infrastruktur ein wichtiges Kriterium für die Bewertung – in der Gastronomie etwa eine Wickelmöglichkeit, ein Hochstuhl für Kleinkinder, kindgerechte Speisen und Portionen oder auch ein Spielplatz. Gibt es einen Parkplatz vor der Tür? Diese Frage ist gerade mit Babys, die im Maxicosi mitgeführt werden, relevant. Im Quickcheck auf der Homepage kommt man schnell zur gewünschten Information.

Von Foto Kücher bis zur Apotheke heiliger Rupertus, vom Europark bis zum Restaurant Bulls Corner sind bereits rund 40 Unternehmen erfasst, 15 hängen gerade „in der Pipeline“, weil Fotos fehlen oder man erst zum Testen ausrücken muss. Denn beide Frauen sind neben ihren Kindern berufstätig, die Online-Plattform sei aus Idealismus entstanden und erst im zweiten Schritt als Geschäftsidee zu bewerten.

Eventkalender: Vom Krafttraining mit Baby bis zur Kinderführung

Noch investierten sie mehr Geld, als sie mit der Plattform einnehmen.Täglich eine Stunde Zeit nehmen sich die beiden, um Unternehmen anzufragen und von ihrer Idee zu begeistern. Die Plattform solle von Betrieben in ganz Österreich und im angrenzenden Bayern genutzt werden, so das Ziel. Die Firmen können sich auch selbständig online stellen. Getestet werden sie genauso.

Haben die Betriebe tagesgebundene Aktivitäten, können sie diese im Eventkalender der Seite anführen. So können sich Eltern informieren, wo gerade Spannendes los ist – vom Krafttraining mit Baby und Surfkursen über Konzerte der Kinderfestspiele bis zur Kinderführung im Domquartier.

Hier geht’s zur Plattform: https://kids-welcome.family

Von Petra Suchanek

Am Foto: Simone Wolf (li.) und Bettina Frigger testen Betriebe auf ihre Kinderfreundlichkeit. Bild: Suchanek