Warum Fußballer O-Beine haben

Gerd Müller, Pierre Littbarski – sie sind für ihre O-Beine bekannt. Eine neue Studie hat das Phänomen Fußballer-O-Beine untersucht.

Fußballer, die schon in der Wachstumsphase Fußball als Leistungssport betrieben haben, haben häufiger O-Beine.  Das fand man jüngst am Uniklinikum München heraus.

Die Vermutung: Intensives Fußballspielen beeinträchtigt die Wachstumsfugen im Kniebereich. Josef Niebauer, Leiter der Sportmedizin am Universitätsklinikum Salzburg, sieht die Ergebnisse pragmatisch.  „Da die Studie eine Literaturrecherche war, muss man die Daten mit Zurückhaltung betrachten“, meint der Mediziner.

Unterstellt hat man den Zusammenhang Fußballer-O-Beine schon lange. Berühmte Beispiele sind Gerd Müller oder Pierre Littbarski.   Bisher gab es laut Josef Niebauer kaum Untersuchungen dazu. Wobei man auch angesichts der neuen Studie  noch nicht weiß: Ob Fußballspielen tatsächlich O-Beine verursacht oder ob in diesen Sport einfach mehr junge Menschen gehen, die dazu neigen, O-Beine zu kriegen. Niebauer: „Vielleicht können sie ja etwas besser.“ Über Basketballer könne man ja auch nicht sagen, „Die sind so groß, weil sie immer Basketball gespielt haben.“

Probleme verursachen O-Beine übrigens nicht bei jedem Betroffenen. Manchen  machen  leichte O-Beine Beschwerden, anderen fallen nicht einmal ausgeprägte O-Beine sehr zur Last. Neben der Ausprägung kommt es  darauf an, wie ein Mensch veranlagt ist.

Um Kniearthrosen vorzubeugen, rät der Sportmediziner zu konservativen Eingriffen. Ist schon eine Kniearthrose da, kann ein operativer Eingriff bewirken, dass die Beine gerade werden.

Für reine Hobbykicker gilt: Sie brauchen sich vor O-Beinen nicht zu fürchten.

Von Sabine Tschalyj

Bild oben: O-Beine wie sie im Buche stehen. Der Besitzer: Deutschlands Ex-Nationalkicker Marko Marin.  Bild:  GEPA pictures/ Michael Riedler

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