Kaninchen in halb Europa lieben Florian Gollobs Heu

Ein Straßwalchener macht aus  Gras einen Exportschlager.

Florian Gollob half schon als Kind beim Heuernten, lernte in Wien IT und Grafik, um dann wieder zum Heu zurückzukehren. Mit einer Idee, die ihm immer mehr Kunden verschafft.  Gollob veredelt Gras von österreichischen  Bauern zu „Premium-Heu“ mit großem Blattanteil. Der garantiert Vitamine und Mineralstoffe , was Kaninchen gesund und fit hält.

Nahe der  Landesgrenze in Fornach/OÖ hat der Jungunternehmer eine spezielle Trocknungsanlage errichtet. „Das Heu, das ein spezielles Verhältnis von Gräsern und Kräutern aufweisen und immer auf den gleichen Wiesen wachsen muss,  holen wir früh vom Feld und trocknen es unter Dach fertig “, so Gollob. So gingen die  Blätter nicht  durch zu häufiges Kreiseln am Feld verloren.

Der Tierfreund erkenne die besondere Heuqualität an der grünlichen Farbe und am typischen Heuduft. Das Konzept geht auf. Rund 140.000 Euro Umsatz verbuchte das Unternehmen (www.heu-kaufen.com) im Vorjahr und das Jahr 2018 lief besonders stark an. In 40 heimischen Zoofachgeschäften geht das  „Hubertus-Heu“ seit 2016 über den Ladentisch. Und inzwischen auch in Länder wie Deutschland, Dänemark, Frankreich und Spanien.

Anfang Mai trat der Straßwalchener erstmals mit eigenem Messestand im Ausland auf – in Nürnberg, auf der „Interzoo“, der größten internationalen Haustiermesse. Auf 12 Quadratmetern boten der Jungunternehmer und sein Team  österreichisches Heu zum Riechen und zum Mitnehmen in schicken Probesackerln mit hübschen Alpenmotiven an.

So ein Auftritt kostet. Praktisch war da die 6000 Euro-Förderung des Wirtschaftsministeriums. „Damit fördern wir Unternehmer bei  ersten Schritten auf Auslandsmärkte“, sagt Adelheid Költringer, bei der WK Salzburg für die Vergabe zuständig. Gollob mache aus einem einfachen Rohstoff ein exklusives Exportprodukt. Das stärke den Wirtschaftsstandort Österreich.

Von Sabine Tschalyj